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Container als Klassenzimmerersatz

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Die letzten Arbeiten der neuen Kinderkrippe an der Brandenburger Straße laufen auf Hochtouren. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres soll das 3,2 Millionen Euro teure »Zwergenland« eröffnet werden. Abzüglich eines Staatszuschusses kostet der Stadt Traunreut die Kindertagesstätte zwei Millionen Euro. (Foto: Rasch)

Traunreut. Der Traunreuter Bauausschuss segnete eine Reihe von Baugenehmigungen und Auftragsvergaben einstimmig ab.


Einverstanden erklärte sich das Gremium mit der Erweiterung des Netto-Lebensmittelmarktes an der Werner-von-Siemens-Straße in Traunreut. Der Lebensmittelmarkt soll im Bereich Lieferzone erweitert werden. Um das Vorhaben realisieren zu können, muss vom Antragsteller aber ein Teil der angrenzenden städtischen Fläche erworben werden.

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Ebenfalls mitgetragen wurde die Errichtung einer zweigeschoßigen Containeranlage als vorübergehender Klassenzimmerersatz auf dem Areal des Dr.-Johannes-Heidenhain-Gymnasiums. Der Landkreis Traunstein wird in Kürze mit der Sanierung beziehungsweise mit dem Teilneubau des Gymnasiums beginnen. Während der Bauphase werden die Schüler in sogenannten temporären Containern unterrichtet. Bereits nächste Woche soll auch mit dem Bau eines Buswendeplatzes an der Schule St. Georgen begonnen und gleichzeitig das Umfeld entsprechend gestaltet werden. Im Bereich der neuen Buswendeanlage werden zwölf Pkw-Stellplätze und an der Weisbrunner Straße weitere acht Stellplätze hergestellt. Zusätzlich werden an der Weisbrunner Straße gegenüber dem städtischen Kindergarten 15 Längsparkplätze errichtet. Die Bauarbeiten, die an die Firma Traun-Tiefbau GmbH in Traunreut vergeben wurden, sollen bis zum Schulbeginn im September beendet sein. Die Kosten werden sich bei knapp 140 000 Euro bewegen.

Bei den Schreinerarbeiten für den Rathaus-Anbau soll eine Firma aus Biebelried mit einem Angebotspreis von knapp 75 000 Euro zum Zug kommen. Bei der ersten Kostenermittlung wurden für dieses Gewerk (Tresen, Infotheke, Teeküchen, Wandbekleidungen) rund 70 700 Euro berechnet. Die Kostenmehrung von etwa 4000 Euro wurde ebenfalls einstimmig abgesegnet. Der Zweitbieter hätte über 80 000 Euro verlangt, der Drittbieter sogar knapp 90 000 Euro. Die Einrichtungs-Ausstattung (Möbelierung) des Rathaus-Anbaus soll an eine Münchner Firma vergeben werden. Bei einem Angebot von 239 000 Euro wird hier der Ansatz um rund 3000 Euro unterschritten. Das Mobiliar umfasst vor allem Büro- und Besucherstühle, Schreibtische, Rollcontainer, Sideboards und Schränke. Die Firma Haselwarter GmbH aus Ruhpolding soll den Zuschlag für die Sanierung der WC-Anlagen im Altbau der Grundschule Süd (Sonnenschule) erhalten. Das Angebot der Ruhpoldinger Firma liegt bei 96 200 Euro. Im Haushalt wurden dafür bereits 100 000 Euro eingestellt.

Das Gremium wurde auch darüber informiert, dass die Schreinerarbeiten für die neue Kinderkrippe an der Brandenburger Straße an die Firma Asenkerschbaumer aus Tittmoning und an die Schreinerei in der Walzmühle in Pertenstein vergeben wurden. Wie berichtet, wurde die erste Ausschreibung aufgehoben und das Gewerk kurzfristig neu ausgeschrieben. Aufgrund der kurzen Bearbeitungszeit für die Angebotsabgabe und Leistungserbringung, wurden die Arbeiten in zwei Lose aufgeteilt. Das Angebot der Pertensteiner Schreinerei liegt bei 23 500 Euro und das Angebot der Tittmoninger Schreinerei bei 41 600 Euro. Die errechnete Investitionssumme lag bei über 84 000 Euro. Somit wird der Ansatz um rund 19 000 Euro unterschritten. Die Schreinerarbeiten im »Zwergenland« müssen bis Mitte August fertig sein. Denn die ersten Zwergerl stehen quasi schon vor der Tür. ga