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Claus-Dieter Hotz ist der 13. Max-Fürst-Preisträger

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Für seine Verdienste um den Aufbau des Torfbahnhofs Rottau und des Museums Klaushäusl wurde Claus-Dieter Hotz mit dem Max-Fürst-Preis des Historischen Vereins Traunstein ausgezeichnet. Unser Foto zeigt (von links): Vereinsvorsitzenden Hans Helmberger, Claus-Dieter Hotz, Franz Demmelmayr, Geschäftsführer der Adelholzener Alpenquellen, und Landrat Siegfried Walch.

Traunstein. Mit dem 13. Max-Fürst-Preis für verdiente Heimatforscher würdigte der Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein den Einsatz von Claus-Dieter Hotz um den Aufbau des Torfbahnhofs Rottau und des Museums Klaushäusl. Die Auszeichnung übergaben ihm Vorsitzender Hans Helmberger, Landrat Siegfried Walch und Franz Demmelmair von den Adelholzener Alpenquellen, die den Preis finanziell ausstatten. Zugleich wurden die Max-Fürst-Jugendpreise des Landrats für außergewöhnliche Schülerarbeiten zu historischen und heimatkundlichen Themen vergeben.


Die Laudatio auf den Max-Fürst-Preisträger nahm der ehemalige Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, Hans Roth, vor. Er hob die Zähigkeit und Durchsetzungsfähigkeit von Hotz bei der Erhaltung der beiden technischen Denkmäler hervor, der oft einen schweren Stand gehabt habe. Während der Grassauer Gemeinderat dem Geschäftsführenden Beamten einen öffentlichen Tadel ausgesprochen habe, sei er von Persönlichkeiten wie Landrat Leonhard Schmucker und Regierungspräsident Raimund Eberle unterstützt worden. 1998 sei dann der Torfbahnhof als Schwerpunktmuseum ausgewiesen worden. Sein ganzer Stolz sei der Feldbahnbetrieb.

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»Wir brauchen Fürsprecher für überlieferte Zeugnisse unserer Vergangenheit«, betonte Roth. Deren Erhaltung und Vermittlung geschehe nicht in erster Linie aus touristischen und kommerziellen Zwecken, sondern sie seien in erster Linie für unsere Jugend da und dann erst für den Tourismus. Kultur lasse sich nicht rechnen, zahle sich aber mit Zins und Zinseszins aus.

Der Historische Verein habe die Pflege und Forschung der heimatgeschichtlichen Belange zum Ziel, erklärte Landrat Walch. Dazu gehöre auch die Würdigung von Personen, die sich um die Heimatgeschichte verdient gemacht haben. »Mit Claus-Dieter Hotz wird eine weitere anerkannte Person in den Kreis der Max-Fürst-Preisträger aufgenommen.« Der Max-Fürst-Jugendpreis zeige die Wertschätzung für die Jugend, die sich mit der Geschichte ihres Landkreises und ihrer Heimat befassten. »Sie machen sich Gedanken, wo sie herkommen und wo sie hingehören«, so Walch. Deshalb habe er gern die Tradition seines Vorgängers Hermann Steinmaßl übernommen, diese Preise finanziell auszustatten.

Für ihn war es eine besondere Freude, dass aus fast allen Schulen des Landkreises Arbeiten eingereicht wurden. Es habe sich gelohnt, dass der Landkreis in Bildung viel investiert und eine gute Bil-dungslandschaft geschaffen habe, meinte der Landrat. Heimatforschung sei ein gesellschaftlicher Auftrag. Die Gesellschaft brauche engagierte Menschen, die sich mit den Problemen der Zeit befassten und die Ereignisse der Vergangenheit in ihren Entscheidungen berücksichtigten.

»Die Pflege und Kenntnis von Heimatkultur und Heimatgeschichte sind von großer Bedeutung für die Identitätsfindung einer Region und ihrer Menschen«, sagte die Dritte Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner. Der Historische Verein leiste seit 125 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und zum Erhalt unseres kulturellen Erbes. Mit dem Max-Fürst-Preis würdige der Verein das Engagement von Hotz. »Der seit 100 Jahren bestehende Torfbahnhof wurde dank seines Einsatzes vor dem Abriss gerettet und unter Denkmalschutz ge-stellt.«

Eine Gesellschaft werde von ihrer Geschichte geprägt und von dem Bild, das sie sich davon mache. »Die Gegenwart begreifen und die Zukunft gestalten, das sind Aufgaben, für die ein klarer Blick auf die Vergangenheit unverzichtbar ist«, unterstrich Wiesholler-Niederlöhner.

Hotz erklärte, dass ihm die Heimatgeschichte ein Anliegen sei. Deshalb habe er sich dafür eingesetzt, eine 100 Jahre alte Industrieanlage erhaltbar zu machen. Im weiteren Verlauf seiner Danksagung stellte er den zeitlichen Ablauf seiner Bemühungen vor. Bjr