weather-image
20°

Claus Pichler tritt erneut an

4.7
4.7
Bildtext einblenden
Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler (Mitte) strebt eine zweite Amtszeit an. Er wurde bei der Aufstellungsversammlung des SPD-Ortsvereins einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Dazu gratulierten ihm Ortsvorsitzender Johannes Hillebrand (links) und Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser.

Ruhpolding. Einstimmig wurde Bürgermeister Claus Pichler bei der Aufstellungsversammlung der Ruhpoldinger SPD wieder zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl am 16. März 2014 bestimmt. Dabei konnten alle Besucher abstimmen, nicht nur die Parteimitglieder.


In seinem ausführlichen Rückblick kam Pichler immer wieder auch auf seine Grundsätze zu sprechen. »Das Allgemeinwohl steht über den Einzelinteressen«, betonte er. Genauso wichtig sei aber auch der möglichst sparsame Umgang mit Steuergeldern und Gemeindevermögen.

Anzeige

Mit dieser Einstellung seien wichtige Vorhaben zu einem guten Ende gebracht worden. Pichler kam dabei auf die Ortskernumfahrung zu sprechen, die termingerecht abgeschlossen wurde, ohne den Kostenrahmen zu überschreiten. Ein fairer Umgang mit den Anliegern bei der Umsetzung der Bau- und Schallschutzmaßnahmen sei ihm dabei besonders wichtig gewesen. In der Folge musste sehr schnell etwas zur Verkehrsberuhigung im Ortskern getan werden. Das verlangten die Zuschussgeber. Nach einigen teilweise umstrittenen Versuchsmaßnahmen und schwierigen Entscheidungen könne man nun feststellen, dass das Werk gelungen sei.

Ein Dauerbrenner, der jetzt erledigt ist, war laut Pichler der Ausbau der Miesenbacher Straße. Die Anlieger mussten einen großen finanziellen Beitrag leisten, und die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden seien zäh und schwierig gewesen. Letztlich sei aber jetzt eine Gefahrenquelle im Straßenverkehr beseitigt und Vordermiesenbach auch mit einem Fußweg gut erreichbar.

Bei den gemeindlichen Pflichtaufgaben sei jetzt der Ausbau des Kanalnetzes abgeschlossen. Damit verbunden waren Renovierungen in der Kläranlage. Das Betriebsgebäude des Bauhofes wurde auch erneuert.

Das Schulhaus, die Sporthalle und die Schießhalle sind, was Energieeffizienz und Brandschutz betrifft, nunmehr auf dem neuesten Stand, fuhr Pichler fort. Dies sei zwar ein finanzieller Kraftakt gewesen, der aber zeige, wie wichtig ihm und dem Gemeinderat die Jugend und der Breitensport seien. Zum Thema Jugend und Bildung gehörten auch der Mittelschulverbund mit den umliegenden Gemeinden, die Mittagsbetreuung, die offene Ganztagsschule und die schulische Jugendsozialarbeit. Nach vielen Sitzungen im Gemeinderat wurde ein neues Familienmodell beschlossen. Es dient dazu, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und ersetzt das bisherige Einheimischenmodell. Die ersten Grundstücke wurden dafür bereits ausgewiesen.

Im Tourismus ist für Pichler eine regionale Zusammenarbeit über die Grenzen der Gemeinde hinaus unabdingbar. Die Gründung des Chiemgau-Tourismusverbandes sei ein erster Schritt. Großveranstaltungen wie die Biathlon-Weltcups und die Weltmeisterschaft 2012 haben sich über die Jahre für Ruhpolding ausgezahlt. Claus Pichler betonte, dass er auch künftig keine falschen Versprechungen oder Hoffnungen machen wolle. Er werde mit Herz und Verstand für die Anliegen der Gemeinde arbeiten und dafür kämpfen, dass jeder zu seinem Recht kommt. Eine transparente, offene Informationspolitik und die Einbindung der Betroffenen in die Prozesse der Meinungsbildung und Entscheidungen seien ihm dabei genauso wichtig wie Bürgernähe im politischen Alltag. Die von ihm eingerichtete Bürgersprechstunde zeige, dass er zu allererst für die Sorgen und Anliegen der Bürger da sei.

Der Landratskandidat Sepp Konhäuser gab einen Einblick in die Arbeit der SPD-Fraktion im Kreistag. Für ihn sind besonders das Gesundheitswesen sowie Bildung und Infrastruktur wichtig. SPD-Ortsvorsitzender Johannes Hillebrand sicherte Pichler und Konhäuser die volle Unterstützung des SPD-Ortsvereins zu.

Mehr aus der Stadt Traunstein