weather-image
16°

Christian Kegel bleibt SPD-Ortsvorsitzender

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Bei den Neuwahlen des SPD-Ortsvereins Traunstein wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder bestätigt. Unser Foto zeigt (von links): Konstanze Reichert-Kegel (Schriftführerin), Christian Mayer (Stellvertretender Vorsitzender), Peter Forster (Schatzmeister), Christian Kegel (Vorsitzender), Dirk Reichenau (Kreisvorsitzender) und Traudl Wiesholer-Niederlöhner (Stellvertretende Vorsitzende).

Traunstein. In der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Traunstein im Sailer-Keller wurde Vorsitzender Christian Kegel – wie alle anderen Vorstandsmitglieder ebenfalls – einstimmig im Amt bestätigt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter damit wieder Traudl Wiesholer-Niederlöhner und Christian Mayer. Schatzmeister bleibt Peter Forster. Das Amt der Schriftführerin bekleidet weiterhin Konstanze Reichert-Kegel. Als Beisitzer fungieren Helmut Köppl und Fritz Stahl. Kassenrevisoren bleiben Otto Blaß und Harald Schwager.


Relevante Probleme besprochen

Anzeige

Ferner mussten die Mitglieder einige Vertreter bzw. Beauftragte in der Vorstandschaft bestätigen: Ingrid Bödeker (Presse), Benedikt Weigl (Jusos), Armin Brunner (Arbeitskreis Kommunalpolitik), Sepp Hinterschnaiter (Arbeitskreis für Arbeitnehmerfragen), Petra Ostermayer-El Daribi (Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen), Hilde Dierl (Arbeitskreis 60 Plus) sowie Sepp Hinterschnaiter und Edmund Niederlöhner (Organisation).

Kegel lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadtrats- und Kreistagsfraktion. Bei den Stammtischen habe man wichtige Aspekte und relevante Probleme der Kommunalpolitik besprochen. Als Beispiele nannte er die gescheiterte Vollsanierung der Klosterkirche. »Wie sollen wir einem Oberzentrum gerecht werden, wenn wir Kultur nach rein fiskalischen Aspekten betrachten«, sagte Kegel.

Die SPD unterstütze die Initiative des Seniorenbeirats, den Mehrgenerationenplatz am Wochinger Spitz einzurichten. Zu den Hochwasserschäden an der neuen Sportanlage in Empfing meinte er, die Schäden seien überschaubar. Dort würde seit den 50er Jahren Fußball gespielt, hielt er den Kritikern entgegen. Als erfreulich bezeichnete er die Entwicklung des neuen Jugendzentrums in der ehemaligen Güterhalle am Bahnhof.

Einen Überblick über die Arbeit der Stadtratsfraktion gab die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Ingrid Bödeker. Als wichtig nannte sie den Ausbau der Kinderbetreuung, monierte jedoch, dass neben der hohen staatlichen Förderung beim Bau wegen der Personalkosten auch eine Unterstützung bei den Betriebskosten dringend notwendig sei. Nachdem sich die Fraktion seit Jahren mit Nachdruck für den Bau eines Hartplatzes an der Franz-von-Kohlbrenner-Schule eingesetzt habe, soll dieser heuer gebaut werden. Bei der Energiewende setze sich die Fraktion beim Energiemix für Windkraft auch in Traunstein ein. Zur Ausweisung von Gewerbeflächen im Haidforst sehe sie keinen Anlass. »Flächen für den Erweiterungsbedarf von dort ansässigen Traunsteiner Betrieben – ja, großflächige Ausweisung von Vorratsflächen – nein«, so Bödekers Aussage. Schließlich sprach sie sich klar gegen das geplante Sport- und Einzelhandelsprojekt »Aventura« in Neukirchen aus.

In ihrem Bericht aus der Kreistagsfraktion bedauerte die Vorsitzende Traudl Wiesholer-Niederlöhner, dass bei der Neuordnung der Abfallwirtschaft das Gesamtkonzept der SPD mit mehr Bürgerfreundlichkeit und Entsorgungssicherheit keine Resonanz gefunden habe. Die energetische Sanierung der Landkreisgebäude koste viel Geld. Bei der Windkraft mit einer Nabenhöhe von 140 Metern müsse man die Akzeptanz der Bürger erreichen.

Jugendhilfe ist ein Dauerthema

Zu »Aventura« sagte sie, im neuen Entwurf des Landesentwicklungsplans (LEP) werde das Anbindungsgebot weiter ausgehöhlt mit Flächenverbrauch, Zersiedelung und Verödung der Innenstädte als Folgen. Ein Dauerbrenner sei die Jugendhilfe mit steigenden Fallzahlen bei rückgängigen Geburten. Prävention sei daher wichtig. Beim generationengerechten Wohnen hinke der Landkreis hinterher. »Eine Senioren-WG ist nicht zustande gekommen, es wurden nur Broschüren gemacht«, kritisierte sie. Sie warnte davor, die landkreiseigene Wohnungsbaugesellschaft zum Schuldenabbau zu verkaufen. Der Bedarf an preisgünstigen Wohnungen steige zusehens. Zu einer neuen Salzachbrücke erklärte sie, die Fraktion nehme die Argumente der Gegner ernst.

Kreisvorsitzender Dirk Reichenau sagte, das Problem sei, dass es zwischen Salzburg und Burghausen auf 50 Kilometer keinen brauchbaren Salzachübergang gebe. Zunächst sei es bei der Abstimmung im Kreistag darum gegangen, festzustellen, ob man eine neue Brücke brauche. Danach müsse man sehen, ob es eine Ausnahmemöglichkeit gebe, die Brücke in einem FFH-Gebiet zu bauen. Juso-Vorsitzender Benedikt Weigl bezeichnete die Arbeit seiner Organisation als sehr erfolgreich. Er forderte jedoch mehr Beteiligung der jüngeren Generation auf kommunaler Ebene und setzte sich für einen Jugendbeirat ein. Bjr