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Christian Bertl ist neuer Vorstand der Jagdgenossenschaft

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Die neue Vorstandschaft der Jagdgenossenschaft Erlstätt (von links): Beisitzer Sebastian Rächl, Vorstand Christian Bertl, Beisitzer Bernhard Poller, zweiter Vorstand Engelbert Hofmann, Kassier Johannes Lechner und Schriftführerin Anna Muggenhamer.

Grabenstätt – Die Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Erlstätt stand ganz im Zeichen der Neuwahlen und der Ehrungen langjähriger Vorstandsmitglieder. Zum neuen Vorstand wählten die stimmberechtigten Jagdgenossen Christian Bertl. »Ich mache es gerne und bedanke mich für das Vertrauen«, freute sich Bertl über seine einstimmige Wahl.


Er beerbt Klaus Mitterer, der das Amt 25 Jahre ausübte und dem Jagdausschuss seit 1985 angehörte. Ebenfalls aus der Vorstandschaft ausgeschieden ist Franz Purzeller, der 15 Jahre zweiter Vorstand war. Ihm folgt nun Engelbert Hofmann. Im Amt des Kassiers bestätigt wurde Johannes Lechner. Für ein Novum sorgte Anna Muggenhamer, die einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt wurde. Sie ist damit die erste Frau, die es in die Vorstandschaft geschafft hat. Vervollständigt wird diese von den Beisitzern Bernhard Poller und Sebastian Rächl. Einstimmig zu Kassenprüfern bestimmt wurden Raphael Klammer und Franz Neuhauser junior.

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Kennenlernabend in gemütlicher Runde geplant

Der neue Vorstand Bertl dankte der alten Vorstandschaft um Klaus Mitterer. Zudem bat er für die kommenden fünf Jahre um die Unterstützung seiner Vorstandschaftskollegen und hoffte auf eine »gute Zusammenarbeit mit den Jägern und ein harmonisches Miteinander«. Um sich noch besser kennenzulernen, werde man sich demnächst in gemütlicher Runde zusammensetzen.

Vor den Neuwahlen hatte der scheidende Vorstand Klaus Mitterer den dreijährigen Abschussplan für 2016, 2017 und 2018 vorgestellt. »Wir als Vorstandschaft haben uns mit den Jägern zusammengesetzt und uns schließlich auf zwölf Rehe pro 100 Hektar geeinigt«, so Mitterer. Bei einer Jagdfläche von rund 1000 Hektar seien das in den Jahren 2016 bis 2018 360 Rehe – 120 männliche, 120 weibliche und 120 Kitze. Die Steigerung der Abschusszahlen von jeweils 90 (2013 bis 2015) auf jeweils 120 sei zwar ein Sprung, die Jäger hätten der Vorstandschaft aber zugesichert, dass das zu schaffen sei, versicherte Mitterer und schob hinterher: »20 Prozent sollten im ersten Jahr mehr geschossen werden. Wir meinen, dass das passen könnte.« Um die Abschüsse auch kontrollieren zu können, brauche man immer wieder Leute, die sich für diese Tätigkeit zur Verfügung stellen. Ein körperlicher Nachweis sei wichtig, denn »alles, was nicht gemeldet ist, gilt als nicht erlegt«, so Mitterer. Die Jagdsaison beginnt am 1. April.

In seinem Rückblick erinnerte Mitterer auch an die vier Jagdverpachtungen, die seit 1986 alle neun Jahre durchgeführt worden seien. Gerade die letzte Jagdverpachtung 2012 sei nicht ganz einfach gewesen, da es einen passenden Nachfolger für den allseits geschätzten Jagdpächter Konrad Lutzenberger zu finden galt, der diese Funktion 65 Jahre ausgeführt hatte. »Das war ein wenig zäh, aber dann hat es doch gut geklappt«, betonte Mitterer.

»Arbeit ist nicht immer vergnügungssteuerpflichtig«

Bürgermeister Georg Schützinger lobte die Jagdgenossen, die ein Ehrenamt in der Jagdvorstandschaft übernehmen, denn die Arbeit sei »nicht immer vergnügungssteuerpflichtig«. Er sei aber zuversichtlich, dass auch in Zukunft immer ein Ausgleich zwischen Bauern und Jägern herbeigeführt werden könne.

Vorstand Bertl kündigte an, dass man im Sommer eine Waldbegehung machen und in den kommenden Jahren auch Stück für Stück die Jagdgrenzen überprüfen werde. Diese würden nämlich wegen diverser Tauschvorgänge nicht mehr überall zweifelsfrei feststehen, was bei der Jagd unter Umständen zu Irritationen und Verwechslungen führen könnte, wie der langjährige Jagdpächter Wolfgang Schwögler anmahnte. Bernhard Hennes gab zu bedenken, dass die Straßen teilweise in schlechtem Zustand seien und mit Kies auf Vordermann gebracht werden sollten. »Wir werden einen Kiestag einsagen«, versprach Bertl. mmü