weather-image
14°

Chormusik voller Strahlkraft und Lebensfreude

4.5
4.5
Bildtext einblenden
Marina Hoiß leitete den Chor nach zehn Jahren zum letzten Mal. Sie übergab die Leitung an Felix Gasser. (Foto: Bauregger)

Teisendorf – Mit klassischen Chorwerken, sakralen und spirituellen Liedern, modernen Kompositionen, Oldie-Klassikern und afrikanischer Gesangsliteratur begeisterten die Sänger des Teisendorfer Jugendchores...


...bei ihrem Konzert in der St.-Andreas-Kirche ihre Zuhörer. Ein letztes Mal leitete Marina Hoiß das ausdrucksstarke Vokalensemble. Sie übergab nach zehn Jahren die Leitung an Felix Gasser.

Anzeige

Mit begeisterten Applaus begrüßten die Zuhörer die Chormitglieder. Mit klarer, prägnanter Stimme intonierte Marina Hoiß, die dynamisch-drängenden Klangrufe aus dem südamerikanischen Freiheitslied »Senzenina«, welche der Chor wirkungsvoll und füllig »a capella« beantwortete. Die Chorleiterin richtete danach noch einmal einen kurzen Blick auf ihre Zeit als Chorleiterin und die Zeit im Chor, die sie vor 16 Jahren als Querflötistin begann. Im Vordergrund stand immer die Freude am Singen. Für das Konzert habe sie, nach dem Motto »Jede Zeit hat ihre Lieder«, Altbekanntes, neue Lieder und »Lieder, die ich gern mag« ausgesucht.

So wie das Motto, lautete auch der nächste Titel. Eine starke Ergänzung erfuhr der Gesang hier ein erstes Mal durch die feine Untermalung durch die Band, besetzt mit Barbara Bauer (Gitarre), Bernhard Wolf (E-Gitarre), Bernhard Forreiter (E-Bass), Manu Hoiß (E-Piano) und Regina Kreckl (Schlagzeug). Nach dem sakralen »Lamm Gottes«, eingeleitet von Hoiß auf der Querflöte, setzte Irene Ober beim Liebeslied »I will follow him« ihre klare Stimme wirkungsvoll solistisch in Szene. Es folgte mit »Only You« eine Pop-Ballade aus den 1980er Jahren.

Mit ihren gefühlvoll angelegten Stimmbildern verliehen Andrea Kraller und Max Bienzle dem Titel »If I needed you« den lyrischen Touch, der hier gefordert war. Ein weiterer Klassiker folgte mit »Lady Sunshine and Mr. Moon«, bei dem die Frauenstimmen den Hauptpart übernahmen. In dem anspruchsvollen Chorwerk »Viele verachten die edle Musik« zeigte der Chor, dass trotz eigenständiger Stimmführungen in den unterschiedlichen Stimmlagen, ein großes Klangbild entstehen kann. Swingend-groovig erreichte der Klassiker der Spider-Murphy-Gang »S‘Leb‘n is wiara Traum« danach die Zuhörer. Nach den weiteren Liedern »So liab hob i di« und »Ewige Liab« erklärte Hoiß den »sentimentalen Teil« für beendet. Mit drei weiteren afrikanischen Liedern zauberte der Chor noch einmal lebensfrohe Stimmung in das Kirchenschiff.

Mit ihren ausdrucksstarken Stimmen übernahmen Christina Koch bei »Aya Ngena« und bei »Baba Yetu« Max Bienzle die markanten Soloparts. In »The Lions sleeps tonight« brillierte der gesamte Chor. Einen wahren Beifallssturm erntete Regina Kreckl mit ihrer händisch geschlagenen Percussion-Begleitung und einem Solostück auf ihren Trommeln. Im Wechsel von Laute-Passagen und Textteilen prasselte danach der »Parkplatzregen« auf die Zuhörer und im Lied »Engel« stand schließlich die Inspiration im Vordergrund.

Mit Worten des Dankes, kleinen Geschenken und Blumen bedankten sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alois Thannbichler, Josef Hinterschnaiter und Gemeindereferentin Uschi Erl für die segensreiche Arbeit bei Marina Hoiß. Auch der neue Chorleiter Felix Gasser würdigte die herzliche Art von Hoiß, mit der sie den Jugendchor die vergangenen zehn Jahre geleitet und durch ihre Persönlichkeit maßgeblich geprägt hat. Gasser freut sich nun auf die weitere Arbeit mit dem Jugendchor, den ihr Hoiß mit den Worten »Jetz g‘hört a Dir« offiziell übergab.

Stimmungsvoll klang das Konzert mit den Stücken »All of me« und als Zugabe »Adiemus« aus. Danach gab es für die Zuhörer kein Halten mehr. Sie würdigten die Leistung mit stehenden Ovationen und minutenlangem, frenetischen Applaus. wb