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Chiemsee-Rundweg wird für Radler noch komfortabler

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Regierungspräsident Christoph Hillenbrand eröffnete am gestrigen Dienstag die neue Radtankstelle für E-Bikes bei der Taverne in Seebruck. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck. Regierungspräsident Christoph Hillenbrand hat am Dienstag im Beisein von Vertretern des Tourismus, der Gemeinden und des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee (AZV) die neue Radtankstelle für Elektrofahrräder (E-Bikes) an der »Taverne« in Seebruck – stellvertretend für die weiteren Ladestationen in Rimsting und Übersee – offiziell in Betrieb genommen. Zwei weitere Tankstellen im Rahmen des Chiemsee-Rundwegausbaus kommen in Kürze noch dazu.


An den Ladestationen befinden sich auch Fahrradständer sowie Gepäckkästen, in denen die Radler während des Aufladens ihr Gepäck verstauen und eine Pause einlegen können. Wie Hillenbrand herausstellte, erfreuten sich E-Bikes immer größerer Beliebtheit. Bundesweit seien im letzten Jahr rund 410 000 E-Bikes verkauft worden. Er freue sich, dass auch die Chiemsee-Gemeinden diesem Trend folgen und die Zeichen der Zeit erkannt hätten, die Drahtesel mit »Saft« zu versorgen.

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Lobend erwähnte er auch die einheitliche Beschilderung im Zuge der seit 2009 laufenden Ausbaumaßnahmen. Ziel sei es, so Hillenbrand, das angelaufene Projekt weiter zu verfolgen und dieses mit einer Zertifizierung abzuschließen. Nach der Fertigstellung aller Maßnahmen soll der Rundweg als Premiumweg ausgewiesen werden.

Der Regierungspräsident versicherte auch, dass die in München zur Verfügung stehenden Mittel auch weiter fließen werden. Der Freistaat Bayern hat für das Gesamtprojekt 4,35 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Hillenbrand hatte bereits 2007 bei der Regierung von Oberbayern eine Projektgruppe initiiert, die die Fördermaßnahmen koordiniert und neben den zuständigen Landratsämtern und Fachbehörden auch alle am Vorhaben Beteiligten fachlich beraten und unterstützt hat.

Der Ausbau des Chiemsee-Rund- und Radweges zu einem herausragenden touristischen Anziehungspunkt in der Region ist ein Projekt des AZV im Auftrag von neun Chiemssee-Gemeinden, das die Regierung von Oberbayern koordiniert. Der Chiemsee-Uferrundweg wird nach Abschluss des Gesamtprojekts auf weiteren Strecken bestehende Wegetrassen nutzen sowie verkehrssicher um den Chiemsee führen. Fuß- und Radwege sollen dabei so weit wie möglich getrennt verlaufen. Alternative Strecken sollen naturbezogene, aber auch historische und bauliche Sehenswürdigkeiten rund um den Chiemsee einbeziehen.

Es sind aber auch weitere bauliche Verbesserungen notwendig, um die Verkehrssicherheit des neuen Rund- und Radweges weiter zu erhöhen. Damit verbunden sind auch Grundstücksverhandlungen, die nach Angaben des Vorsitzenden des AZV, Josef Mayer, eines langen Atems bedürfen. Mayer und Hillenbrand zeigten sich aber zuversichtlich, dass sich bei den laufenden Grundstücksverhandlungen positive Lösungen abzeichnen.

19 von 34 Einzelmaßnahmen sind umgesetzt

Die Ladestationen und die einheitliche Beschilderung, die mit rund 100 000 Euro aus dem LEADER-Förderprogramm finanziert wurden, seien weitere Mosaiksteine im Rahmen der bereits umgesetzten Maßnahmen, sagte Mayer. Seit dem Spatenstich wurden 8,6 Kilometer Rundweg gebaut und 19 von den geplanten 43 Einzelbaumaßnahmen umgesetzt.

Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser lobte die intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten und den Weitblick für die Radinfrastruktur. »Wer in Zukunft nichts anbietet, wird zweiter Sieger sein«, sagte Konhäuser. Auch die Vertreter Landkreises Rosenheim und des Chiemgau-Tourismus sowie der Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck, Bernd Ruth, bezeichneten den Ausbau als einen wichtigen Aspekt für die Wertschöpfung der Region. ga