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Neues Konzept für die Unterwassermahd – 93 Hektar gehören gemäht

Chiemsee bekommt zweites Mähboot

Rimsting – Um den Wuchs der Unterwasserpflanzen im Chiemsee besser im Griff zu haben, soll es ein zweites Mähboot geben. Das sagte der neue Leiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, Walter Raith, bei einem Treffen des Abwasser- und Umweltverbands Chiemsee (AZV), an dem die Bürgermeister der Chiemsee-Gemeinden teilnahmen. Dort wurde auch in einer nicht-öffentlichen Besprechung ein neues Mähkonzept vorgestellt. Darüber berichtete der Rimstinger Bürgermeister Josef Mayer in seiner Eigenschaft als AZV-Vorsitzender in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Ein Mähboot im Einsatz am Chiemsee. (Foto: Archiv/Thümmler)

Ob das neue Mähboot jedoch schon heuer angeschafft wird und zum Einsatz kommt, darüber äußerte sich Mayer skeptisch. »Das steht in den Sternen«, so der Bürgermeister. Allerdings sollten die Chiemseegemeinden darauf vorbereitet sein, denn ohne ihre Hilfe lasse sich die Mahd mit zwei Mähbooten nach Meinung des Wasserwirtschaftsamts nicht durchführen.

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Das Wasserwirtschaftsamt verlange unter anderem, dass die Gemeinden, in deren Bereich eine Mahd durchgeführt wird, eine Person zur Begleitung des Mähkuh-Fahrers zur Verfügung stellen. Denn jedes Mähboot müsse mit einem Fahrer und einer weiteren Person besetzt sein. Nur so sei nach Aussage des Wasserwirtschaftsamts die personelle Bedienung von zwei Mähgeräten möglich.

Das weitere Konzept für die Mahd der Unterwasserpflanzen brachte an sich nicht viel Neues. Die Chiemseegemeinden wurden bereits im vergangenen Jahr über den AZV gefragt, welche Flächen im öffentlichen Interesse gemäht werden sollen. In erster Linie sind das öffentliche Badestellen und öffentliche Anlegestellen. Nach den Meldungen der Gemeinden habe sich die zu mähende Fläche um 26 Hektar erweitert. Damit beträgt die Gesamtmähfläche im Chiemsee rund 93 Hektar.

Das Konzept legt laut Mayer auch auf naturschutzfachliche Untersuchungen großen Wert. So sind die zur Unterwasserpflanzenmahd vorgesehenen Flächen einer FFH-Verträglichkeitsprüfung und einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung zu unterziehen. Als Grundlage für diese Untersuchungen bedarf es einer aktuellen Kartierung in der Vegetationsperiode 2015. Ab der Mähperiode 2016 würden dann diese Ergebnisse ebenfalls berücksichtigt, so Mayer. th