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Chieminger Rathaus muss komplett saniert werden

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Das Chieminger Rathaus muss komplett saniert und der Anbau abgerissen werden. (Foto: Humm)

Chieming. Die Gemeinde Chieming plant die komplette Sanierung des Rathauses und den Abriss und Neubau des Anbaus (Bauamt). Der Neubau soll unterkellert, alles auf den neuesten energetischen Stand gebracht werden. Dazu stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Architektin Ulrike Heide Oel aus Tittmoning die Planung mit verschiedenen Varianten vor.


Variante eins sieht im Hauptgebäude die Sanierung ohne Ausbau des Dachgeschosses vor, Variante zwei einen höheren Standard ohne Ausbau, bei Variante drei würde im Dachgeschoß eine Wohnung entstehen, die Variante vier wäre ein kompletter Dachgeschoß-Ausbau.

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Die Gesamtkosten schätzt sie auf rund 2,8 Millionen Euro. Dabei würden auf die Sanierung des Hauptgebäudes rund 1,2 Millionen Euro, auf den Neubau des Anbaues mit Keller einschließlich Abrisskosten etwa 1,6 Millionen Euro entfallen. Im Hauptgebäude sei ein Aufzug vom Keller bis zum Dach geplant, ein neues Foyer würde entstehen, ein barrierefreies WC und alle Büros hätten große Räume, da die Kämmerei mit Kasse, Steueramt und EDV ins Obergeschoß des neuen Nebengebäudes ziehen würden. Diese Einrichtungen waren bisher beengt im Erdgeschoß des Hauptgebäudes untergebracht. Das Bauamt würde im Erdgeschoß des Anbaus untergebracht, im Keller wären Archiv, Registratur, Lager- und Heizraum.

Ingrid Schäffler (UW) fragte, ob sich die Gemeinde diesen Bau überhaupt leisten könne. Kämmerer Bernhard Pecher erläuterte Möglichkeiten der Finanzierung. Er bezifferte die Gemeindeschulden zum Jahresende 2013 mit 1,756 Millionen Euro. Der Schulverband weise 1,026 Millionen Euro Schulden auf. Zum Ende des Jahres 2013 könne man von einer Pro-Kopf-Verschuldung von 587 Euro ausgehen. Pecher erinnerte an das gemeindliche Eigenkapital in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

»Geht man von Bau- und Sanierungskosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro aus, müssten 1,6 Millionen Euro finanziert werden«, sagte er. Bedingt auch durch die guten Steuereinnahmen in den vergangenen Jahren und im Hinblick auf die nächsten zwei Jahre sehe er dieses Bauvorhaben als realisierbar an. Die Architektin kündigte an, bei positiver Entscheidung des Gemeinderats in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung könnte Baubeginn im Spätsommer 2014 sein. 2017 soll dann alles fertig sein.

Über das Ergebnis der nichtöffentlichen Sitzung wird Bürgermeister Benno Graf in der nächsten öffentlichen Sitzung berichten. Es seien Belange Dritter zu berücksichtigten, erklärte er auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts. OH