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Chieminger Gartler haben viel vor

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Chieming. Viel vor hat auch heuer wieder der Chieminger Obst- und Gartenbauverein mit seinen 280 Mitgliedern. Vorsitzender Josef Wiesholler kündigte in der Frühjahrsversammlung im Chieminger Oberwirt noch zwei Veranstaltungen für den April an.


Am 25. April findet ab 14 Uhr das Kartoffelsetzen beim Obst- und Bienenlehrpfad statt, ehe einen Tag später der Pflanzentauschtag ab 14 Uhr vor dem Harter Pfarrhof abgehalten wird. Das Kinderbasteln von Muttertagsgeschenken findet am Samstag, 10. Mai, ab 14 Uhr bei Inge Neuhauser in Eglsee statt. Am 3. Juni wird gemeinsam zur Landesgartenschau nach Deggendorf gefahren. Geplant ist auch ein weiterer Ausflug am 28. Juni zum Umweltgarten nach Wiesmühl, die Kartoffelernte am 13. September, eine Waldführung am 20. September die Herbstversammlung am 9. Oktober.

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Wiesholler hielt auch Rückschau auf die Aktivitäten seines Vereins im Vorjahr und stellte dabei als einer der Höhepunkte das Kürbisschnitzen im Rahmen des Kinderprogramms heraus. »Diese Veranstaltung war ein großer Erfolg«, so der Vorsitzende. Er erinnerte aber auch an den Obstbaumschnittkurs, an das Muttertagsbasteln und erwähnte die Kürbispflanzungen und den Pflanzentauschtag in Hart. Weitere Höhepunkte waren der Ausflug zum Botanischen Garten nach München, der Wettbewerb zum Chieminger Kartoffelkönig und eine Friedhofsbesichtigung in Traunstein.

Biologin Dr. Ute Künkele aus Petting referierte anschließend zum Thema »Natur erleben ohne Angst« und betonte dabei den vernünftigen Umgang mit giftigen Pflanzen. Die Expertin erwähnte dabei unter anderem die Tollkirsche, den Goldregen und den Eisenhut, die ihrer Meinung nach nichts in häuslichen Gärten zu suchen hätten. Des Weiteren lehnte sie als Heckenpflanze Efeu und Thujen ab, da diese ebenfalls giftig seien. Auch Zecken spielten in ihrem Vortrag eine Rolle. Während der Gartenarbeit sollte man stets langärmlige Kleidung und vor allem lange Hosen tragen und sich danach am ganzen Körper gründlich nach Zecken abtasten. »Mit der Krankheit Borreliose ist nicht zu spaßen«, so Künkele.

Ortsheimatpfleger Hubert Steiner sprach in der Frühjahrsversammlung über sein geplantes Projekt »Flachs zum Leinen«. In Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein könnte dies sogar ein Schulprojekt werden. Gartler-Chef Josef Wiesholler sprach sich in diesem Zusammenhang für das Anlegen eines Versuchsbeetes aus. Beim Chieminger Regionalmarkt soll der Versuch dann vorgestellt werden.

Mitglied Klaus Minckwitz regte beim Tagesordnungspunkt »Wünsche und Anträge« an, Bäume entlang des Uferweges doch künftig zu beschildern, da viele Spaziergänger meist nicht wissen, um welche Baumart es sich handle.

Dankesworte sprach noch der Zweite Bürgermeister Georg Hunglinger für das große ehrenamtliche Engagement des Gartenbauvereins aus und würdigte besonders die Einbeziehung der vielen Kinder. OH