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Chieming steht finanziell gut da

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Chieming – Die Finanzkraft der Gemeinde Chieming nannte Kämmerer Bernhard Pecher in der Haushaltssitzung des Gemeinderats sehr gut. So wird es heuer eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 1,9 Millionen Euro geben. Dieser Betrag ist der im Verwaltungshaushalt erwirtschaftete Überschuss. Niedrig sei auch der Schuldenstand der Gemeinde, der einschließlich des Anteils am Schulverband 2,2 Millionen Euro beträgt.


Pecher erklärte die Erhöhung des Investitionsvolumens gegenüber dem Vorjahr. Größtes Einzelprojekt ist der Breitbandausbau mit 1,5 Millionen Euro Kosten und 80 Prozent Zuschuss. Der Bau des Rathauses sei weitgehend abgeschlossen und abgerechnet. Der Kindergarten, in dem auch das Haus der Vereine untergebracht ist, ist ebenfalls fertiggestellt, und auch zu etwa drei Vierteln bereits im vergangenen Jahr abgerechnet worden. Die Restkosten für den Kindergarten in Höhe von rund 307 000 und 100 000 für das Haus der Vereine sind ebenfalls bereits in den Haushalt 2018 eingestellt.

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Weiter sagte Bürgermeister Benno Graf, nächstes großes Bauprojekt sei im kommenden Jahr 2019 noch die notwendige Sanierung des Hauses des Gastes. Weiter werden im Haushalt 2019 voraussichtlich 833 000 Euro Investitionskostenanteil für die Sanierung des kirchlichen Kindergartens eingeplant werden müssen. Die Erschließung des Waldwegs in Arlaching werde heuer noch abgeschlossen. Alle anderen Ortsstraßen würden vorerst zurückgestellt.

Geplant sei auch der Umbau der Einmündung »Parkplatz am Venusberg« mit Geh- und Radweg. Der Verkehrsverein habe dort ein Grundstück gekauft und plane den Bau eines Parkplatzes mit 74 Stellplätzen. Dabei sei die Verteilung der Baukosten noch nicht voll geklärt. Verkehrsvereins-Vorsitzender Heinz Wallner hofft auf die Beteiligung der Gemeinde mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 260 000 Euro.

Weiter sagte Pecher, er erwarte an Einnahmen im Verwaltungshaushalt 2,4 Millionen Euro Gewerbesteuer, bei der Einkommensteuerbeteiligung erhöhte er den Ansatz auf 3,258 Millionen Euro (2017 waren es 3,1 Millionen Euro) und an Grundsteuer A und B 658 300 Euro (659 000 Euro). Erhöht hat sich auch der Ansatz bei den Kanalgebühren auf 670 000 (610 000) Euro. Weiter erwartet er auch mehr Wassergebühren, nämlich 223 600 (154 000) Euro.

Zu den größten Ausgaben gehören die Kreisumlage mit 2,591 Millionen (2,597 Millionen) Euro, die Personalkosten mit 2 Millionen (1,9 Millionen) Euro. Vermindert hat sich gegenüber dem Vorjahr die Gewerbesteuerumlage von 621 000 auf 524 700 Euro. Mehrkosten verursacht die Umlage für den Schulverband auf 526 000 (426 000) Euro.

Heidi Schlicht (CSU) vermisste in den Aufzählungen Mittel für die geplante Ortsumfahrung. Dazu sagte der Kämmerer: »Hier wurde keine Summe genannt, da das Thema Ortsumfahrung sich noch in der Schwebe befindet«. Zweiter Bürgermeister Georg Hunglinger lobte den Kämmerer für seine akribische Erstellung des Haushalts 2018. Er lobte auch den Chieminger Mittelstand mit seinen Firmen, die durch ihr Engagement sehr viel zur guten finanziellen Situation beitragen.

Bürgermeister Benno Graf stellte fest, dass der Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 10,740 Millionen Euro abschließt, der Vermögenshaushalt mit 5,864 Millionen Euro. Durch die gute Finanzlage sei gewährleistet, dass alle Vorhaben der Finanzplanungsjahre ohne Neuverschuldung abgewickelt werden können Der Gemeinderat sprach sich einvernehmlich für den Haushalt 2018 aus. OH

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