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Chiemgau-Gymnasium erfolgreich wie nie

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Holten sich den ersten Platz im Fachbereich »Physik«: Die beiden Siebtklässler Jens Stepputat (links) und Niklas Joerger.

Traunstein. Außerordentlich erfolgreich ist das Chiemgau-Gymnasium Traunstein beim 48. Regionalwettbewerb von »Jugend forscht« in Ottobrunn gewesen: Die Schüler heimsten sieben Auszeichnungen, darunter zwei Regionalsiege, und die Auszeichnung »Forscherschule 2013« ein.


Wie sieht »gesundes Lüften« in einem Klassenzimmer an einem ganz normalen Unterrichtstag aus? Antworten auf diese Frage wollten die Zehntklässlerinnen Theresa Bartschmid und Regine Grandl finden. Bei ihren Untersuchungen zum Thema »Dicke Luft im Klassenzimmer« fanden sie heraus, dass ohne jegliches Öffnen der Fenster der Grenzwert für die CO2-Belastung bereits nach der ersten Unterrichtsstunde überschritten ist.

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Erster Preis in der Kategorie »Arbeitswelt«

Die umfassende Auswertung ihres Datenmaterials, die praktisch anwendbaren Erkenntnisse und die eloquente Präsentation der Schülerinnen fand die Jury so überzeugend, dass sie die beiden Mädchen mit dem ersten Preis in der Sparte »Arbeitswelt« auszeichnete. Dies ist gleichzeitig die Fahrkarte zum Landeswettbewerb von »Jugend forscht« in Straubing.

Ebenso erfolgreich war das Duo Niklas Jörger und Jens Stepputat. Die beiden Siebtklässler widmeten sich einem ganz aktuellen Thema, der Speicherung von Energie. Im Internet hatten sie ein Video gesehen, in dem ein Professor eine visionäre Methode zur Speicherung von Energie vorgeschlagen hatte: Riesige Gesteinsblöcke könnten bei Energieüberschuss durch das Pumpen von Wasser unter die Steine hydraulisch hochgehoben und bei Energieunterversorgung wieder abgesenkt werden; so entstehe elektrische Energie.

Fasziniert von dieser Idee, entwickelten die Schüler daraufhin verschiedene Modelle inklusive einer aufwändigen elektronischen Schaltung, mit deren Hilfe sie die Effizienz dieser Methode der Energiespeicherung messen konnten. Für ihre umfangreichen Forschungen belohnte die Jury Niklas und Jens mit dem ersten Platz im Fachbereich »Physik«. Sie werden den Regierungsbezirk Oberbayern beim Landesentscheid »Schüler experimentieren« in Dingolfing vertreten.

Laub und Sägemehl als Dämmstoffe

Einen ausgezeichneten zweiten Preis gab es für die Schwestern Barbara (8. Klasse) und Agnes Stockinger sowie Felix Weiß (beide 10. Klasse) im Fachgebiet »Physik«. Sie widmeten ihren Forschergeist und Tatendrang dem zukunftsorientierten Thema »Erforschung wiederverwertbarer und umweltfreundlicher Dämmmaterialien«. Verblüffendes Ergebnis: Dämmstoffe wie Laub oder Sägemehl können durchaus mit erdölhaltigen Produkten wie Styropor mithalten.

Schließlich ging an drei Projekte noch der dritte Preis in der Sparte »Schüler experimentieren«: Vincent Philipp und Luis Pleyer (beide siebte Klasse) begeisterten im Fachgebiet »Technik« durch ihren selbst gebauten Air-Hockey-Tisch und die zugehörigen physikalischen Untersuchungen zum Flugverhalten verschiedener Pucks. Johannes Dieplinger (neunte Klasse) wurde für seine Forschungen zum Thema »Pflanzenpollen im Honig« im Bereich »Biologie« ausgezeichnet. Mit dem Thema »Rost ist out« war Luca Stengel (siebte Klasse) in der Sparte »Chemie« erfolgreich. Er untersuchte, welche Haushaltsmittel sich zur Rostentfernung eignen.

Einen weiteren Preis gab es dann noch am Ende der Festveranstaltung. Das Chiemgau-Gymnasium wurde als »Forscherschule 2013« für das »besondere Engagement zur Förderung mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch interessierter Schüler im Rahmen des Wettbewerbs »Jugend forscht« ausgezeichnet. Hierüber freuten sich ganz besonders Schulleiter Klaus Kiesl sowie die betreuenden Lehrkräfte der Projekte Veronika Schubert (für Biologie beziehungsweise Chemie) und Michael Götzinger (für Physik, Arbeitswelt sowie Technik). Mit dem Schulpreis ist auch ein Geldpreis von 1000 Euro für das Gymnasium verbunden.