weather-image

Chiemgauer Gedenken auf der Kampenwand

4.7
4.7
Bildtext einblenden
Mitglieder der Veteranenvereine, der Krieger- und Soldatenkameradschaften aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein gedachten auf der Kampenwand der Opfer der beiden Weltkriege. (Foto: Hötzelsperger)

100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges versammelten sich am gestrigen Sonntag zum inzwischen 63. Mal die Veteranen-, Krieger- und Soldatenkameradschaften aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein auf der Kampenwand, um an der Gedächtniskapelle der Kriegsopfer zu gedenken und um weiteren Frieden zu bitten.


Ausrichter war heuer die Stadt Trostberg, den Gottesdienst zelebrierte Stadtpfarrer Paul Janßen, den Ehrensalut schoss die Gebirgsschützenkompanie Aschau und für die musikalische Gestaltung der Feier sorgten die Stadtkapelle Trostberg und die Aschauer Alphornbläser.

Anzeige

Eindrucksvoll war die große Zahl der Fahnenabordnungen, die sich trotz unsicherer und letztlich auch regnerischer Wetterlage auf die Kampenwand begaben. Ein besonderes Gedenken im Beisein zahlreicher Ehrengäste galt dem im Mai diesen Jahres verstorbenen Franz Schaffner, der selbst noch mit dabei war, als das Gedenkkreuz auf der Kampenwand von Höslwanger Bürgern angeregt und errichtet wurde.

Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid bezeichnete das zwölf Meter hohe und 56 Zentner schwere Gipfelkreuz auf der Kampenwand als ein markantes, weithin sichtbares und zuweilen auch beleuchtetes Werk, das an die vermissten und verstorbenen Kameraden beider Weltkriege mahnend erinnern soll. »Wir wollen bei dieser Gelegenheit auch an die Kriegsgebiete und Krisenherde in der ganzen Welt denken, an unsere Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr, die im Einsatz sind und dort auch ihr Leben riskieren« – so Bürgermeister Schleid. Ein besonderer Willkommensgruß unter den zahlreichen Ehrengästen galt der Europa-Abgeordneten Maria Noichl, den Vertretern des Land- und Bezirkstages sowie der Landkreise und Gemeinden. Auch die Ortsvereine von Trostberg waren mit ihren Repräsentanten auf der Kampenwand-Feier vertreten, die von der Stadt Trostberg gemeinsam mit der Gemeinde Aschau vorbereitet worden war.

Pfarrer Paul Janßen bat die Veteranen und Gläubigen, dem Grauen und Schrecken der Kriege das Bitten und Beten für Frieden entgegenzusetzen. »Wir haben eine wunderbare Heimat, für die müssen wir unendlich dankbar sein. Hier heroben auf dem Berg geht uns das Gefühl der Dankbarkeit besonders gut unter die Haut«, sagte der Geistliche. Nach dem Gottesdienst hielt Franz Vollmaier als 1. Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft Heiligkreuz eine Dankansprache, ehe die Vorsitzenden der Kameradschaftsvereinigungen Pius Graf (Landkreis Rosenheim) und Michael Bernauer (Chiem- und Rupertigau) eine gemeinsame Kranzniederlegung vornahmen. Die Stadtkapelle Trostberg spielte hierzu das Stück »Ich hatt´ einen Kameraden« und danach noch die Bayernhymne. hö