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Chiemgau-Chor unter der Leitung von Michael Felsenstein

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Traunstein. In der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Chiemgau-Chores ließen sowohl der Chronist Eugen Bartlweber als auch die 1. Vorsitzende Irmi Belser das Chorjahr 2012 Revue passieren, um an die erfolgreichen, aber auch an die schwierigen Ereignisse zu erinnern.


Weil die Chorleiterin gegen Ende des letzten Jahres gekündigt hatte und der vorgesehene Nachfolger sein Amt nicht antreten konnte, war eine Neubesetzung der Chorleiterstelle nötig. Die Suche nach einem Ersatz gestaltete sich zunächst sehr schwierig, da Dirigenten während eines laufenden Jahres meist schon verplant sind. Und so war es ein Glücksfall, dass Michael Felsenstein, der den Chor bereits von 2001 bis 2009 geleitet hat, sich zunächst als Interimsleiter anbot. Die Erleichterung war groß, als Felsenstein in der Jahreshauptversammlung mitteilte, die Chorleitung wieder auf Dauer zu übernehmen.

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Das Jahr 2012 begann unter der Leitung von Sandra De Crescenzo mit reger Beteiligung. Am 25. März konnte Vorsitzende Irmi Belser aus der Hand von Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch die Zelterplakette entgegennehmen. Diese Auszeichnung würdigte das mehr als 100-jährige Wirken des Chiemgau-Chores. Am 12. Mai fand ein großes Fest zum 150-jährigen Bestehen des Chiemgau-Sängerkreises in Prien statt. Im Rahmen einer weiteren Jubiläumsfeier am 26. Juni auf dem Papst-Benedikt-Platz in Traunstein gestaltete der Chiemgau-Chor zusammen mit dem Schulchor des Chiemgau-Gymnasiums, Giovedi Vocale und VokalExpress Teisendorf eine romantische und sehr gut besuchte A-cappella-Nacht. Mit Sommer- und Rosenliedern begleitete der Chor die Eröffnung der Rosentage. Das Sommerkonzert am 14. Juli war ein ganz besonderes Ereignis. Der Universitätschor Delaware/USA machte auf dem Weg nach Ungarn einen kleinen Umweg über Traunstein und wirkte beim Sommerkonzert mit. Ende Juli gestaltete der Chiemgau-Chor den Gottesdienst zum Abschied von Kaplan Idkowiak in Heilig Kreuz und umrahmte den anschließenden Stehempfang mit passenden Liedern.

Die Adventstation des Chiemgau-Chores im Kunstraum Klosterkirche stand noch unter der Leitung von Sandra De Crescenzo. Bei der Weihnachtsfeier im Anschluss an die Adventstation ehrte der neue Vorsitzende des Chiemgau-Sängerkreises, Albert Müller, verdiente und langjährige Mitglieder. Mit der Adventstation und dem Singen am Heiligen Abend auf dem Waldfriedhof fand die dreijährige, intensive und lehrreiche Zusammenarbeit mit Alessandra De Crescenzo ein Ende.

Freude am Singen und spürbarer Teamgeist, zufriedenes Publikum, Gewinnen von Aktiven und Fördermitgliedern und schließlich solide Finanzen – diese Anliegen stellte die Vorsitzende Irmi Belser an den Anfang ihres Rechenschaftsberichtes. Nachwuchssänger könnten vor allem dann gewonnen werden, wenn der Chor durch seine Leistungen einen entsprechenden Anreiz böte.

Die Berichte der Kassenwartin Ute Mocker und die Ausführungen der 1. Vorsitzenden Irmi Belser zur finanziellen Situation überzeugten die Mitglieder, sodass die geplante Erhöhung des Jahresbeitrages bei nur einer Gegenstimme beschlossen werden konnte. Damit ist eine solide finanzielle Grundlage für die Chorarbeit in der nächsten Zeit gesichert.

Ehrenvorsitzender Peter Perseis würdigte die Vorsitzende für ihr großes Engagement besonders in der schwierigen Phase der Chorleitersuche.