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»Chalets auf Campingplätzen sind voll im Trend«

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Bergen. Auf dem Campingplatz in Bergen darf Sebastian Lichtmannegger nach und nach zehn Ferienhäuser errichten. Voraussetzung ist jedoch, dass sie wechselnd belegt sind, das heißt an unterschiedliche Gäste vermietet werden. Der Bebauungsplan wurde deshalb geändert vom »Sondergebiet Campingplatz« zum »Sondergebiet Ferienhäuser«.


Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu, nachdem die eingegangenen Stellungnahmen beachtet wurden. Die Regierung von Oberbayern hatte mitgeteilt, dass das Vorhaben der Raumordnung nicht entgegenstehe. Auch das Landratsamt sprach sich dafür aus, forderte jedoch die Namensänderung des Bebauungsplanes. Gietl betonte, Chalets auf Campingplätzen seien voll im Trend.

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Als weiteren Tagesordnungspunkt befasste sich das Gremium mit der Beteiligung an den Kosten des Leader-Managements für die Förderperiode 2015 bis 2022 und stimmte dem zu. Die 13 Mitgliedsgemeinden müssen insgesamt 328 000 Euro aufbringen; auf die Gemeinde Bergen entfallen knapp 40 000 Euro. Gietl zeigte sich überzeugt, dass die Gemeinde und die Bürger von dem Programm profitieren und erinnert an das Vorhaben der Gemeinde, den Hochfelln-Gipfelrundweg auszubauen.

Zugestimmt hat der Gemeinderat auch dem Antrag der Katholischen Kirchenstiftung, das Defizit im Kindergarten St. Josef für das Haushaltsjahr 2012/13 in Höhe von 12 921 Euro zu übernehmen. Gietl verwies dabei auf eine verpflichtende Vereinbarung zwischen der Katholischen Kirchenstiftung und der Gemeinde Bergen.

Von einem geringen Überschuss sprach Gemeindegeschäftsführer Andreas Schultes in seinem Beteiligungsbericht an der Bergener Hochfelln-Seilbahn GmbH und der Bergener Hochfelln-Seilbahn GmbH & Co.KG für das Geschäftsjahr 2013. Geschäftsführer der beiden Gesellschaften ist Bürgermeister Gietl. Schultes erinnerte an die Renovierung und Sanierung der Gebäude für die Hochfelln-Seilbahn und ging auf die Modernisierung der Bahn ein. Es bestünden knapp eine Million Euro an Verbindlichkeiten.

Erneut behandelt wurde der Antrag auf Bezuschussung der Kosten für die Sanierung der denkmalgeschützten Fenster am Anwesen »Am Wagnerhof 7«. Nachdem der Gemeinderat in vergangenen Jahren bereits Zuschüsse für das Anwesen erbracht habe, lehnten die Räte dies nun mehrheitlich ab.

Ausführlich befasste sich das Gremium mit einem Schreiben einer Bürgerin zur künftigen Verkehrssituation in Holzhausen. Sie vertritt die Meinung, dass der in diesem Bereich geplante Kiesabbau noch mehr Verkehr – vor allem Schwerlastverkehr – bringen werde und wünscht sich eine Verkehrsschau mit Behördenvertretern und der Polizei. Gietl informierte, dass die Verkehrsbehörde und weitere Träger für öffentliche Belange die Verkehrssituation dort beobachten und Zählungen vornehmen; der Gemeinde werden die Ergebnisse vorgelegt. Ein Lkw-Verkehr auf Kreisstraßen könne jedoch nicht verhindert werden, hieß es, und durch den Kiesabbau werden unter der Woche etwa 15 bis 18 Lkw-Fahrten zusätzlich erwartet. OH