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Burschenvereine-Gauverband hat endlich neue Satzung

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Wenig Änderungen gab es bei den Neuwahlen der Vorstandschaft des Gauverbandes der Burschen- und Arbeitervereine des Chiemgaus und Rupertiwinkels (von links): Sepp Hartl, Kassier August Georg, Sepp Mayer (neu), Vorsitzender Georg Daxenberger, Schriftführer Reinhard Augustin, Zweiter Vorsitzender Michael Reithmeier, Konrad Mitterreiter (neu) und Gerhard Mayer. (Foto: H. Eder)

Wonneberg. Ganz im Zeichen der neuen Satzung stand die Herbstversammlung des Gauverbands der Burschen- und Arbeitervereine des Chiemgaus und Rupertiwinkels im Gasthaus Gruber in Weibhausen. In der neu gewählten Vorstandschaft gab es nur zwei Änderungen bei den Beisitzern: Vorsitzender bleibt demnach Georg Daxenberger, Zweiter Vorsitzender Michael Reithmeier, Kassier August Georg und Schriftführer Reinhard Augustin. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Sepp Hartl und Gerhard Mayer, neu gewählt sind Sepp Mayer aus Hart und Konrad Mitterreiter aus Unterneukirchen.


Auf Vorschlag von Rechtsanwalt Karlheinz Czyz aus Rosenheim wurde die Satzung überarbeitet. So nennt sich das Einzugsgebiet des Gauverbandes jetzt »Chiemgau und Rupertiwinkel« statt bisher »Chiem- und Rupertigau«. Wer aufgenommen werden will, muss künftig eine schriftliche Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen einreichen und sich in der Gauversammlung vorstellen. Jeder Verein hat dabei eine Stimme. Das Vereinsjahr ist das Kalenderjahr. Die vier Vorstands-Mitglieder, die möglichst auf das ganze Gebiet verteilt sein sollten, sind alle einzelvertretungsberechtigt.

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Organisiert niemand das Gaufest, gibt es stattdessen eine Wallfahrt. Deren Kosten werden gleichmäßig auf alle 43 Vereine aufgeteilt, unabhängig von der Teilnahme. Ursprünglich hätten die Kosten anteilig nach Zahl der Teilnehmer der einzelnen Vereine berechnet werden sollen. Eine Eintragung ins Vereinsregister erfolgt nach wie vor nicht, die Rechtsanwaltskosten werden auf alle Vereine aufgeteilt mit einem Anteil von je 50 Euro. Einstimmig stimmten die Vertreter der anwesenden 36 Vereine der Satzung zu.

Wonnebergs Bürgermeister Josef Mayr lobte die Arbeit der Burschenvereine und freute sich darüber, dass nun Weibhausen auch in der Satzung als Versammlungsort festgelegt ist.

Der wiedergewählte Vorsitzende Daxenberger zeigte sich erleichtert über die Satzung. Diese habe jahrelang sehr viel Kopfzerbrechen bereitet. In seinem Bericht erwähnte er die Besuche von Vorstandsmitgliedern bei Burschenfesten in Freilassing, Kammer, Pittenhart und Hart, bei denen jeweils verdiente Mitglieder geehrt wurden. Den Burschenverein Hart lobte er für die Ausrichtung des Gaufestes. Die Kasse weist weiterhin ein kleines Plus aus, obwohl die Ausgaben die Einnahmen deutlich überstiegen, so Kassier August Georg.

Die Gaufeste der nächsten Jahre werden stattfinden 2014 Unterneukirchen, 2015 Vachendorf, 2016 Höslwang. Über 2017 in Obing wird nächstes Jahr entschieden. Vachendorf mit seinen 380 Mitgliedern richtete das Gaufest laut dem Zweiten Vorsitzenden Markus Ortner bereits 1964 und 1989 aus. Termin ist der 30. Juli bis 3. August 2015. 2016 steht der Burschenverein Höslwang parat, der gleichzeitig 120-jähriges Bestehen über zwei Wochenenden zusammen mit der Feuerwehr feiert.

Für das Gaufest heuer in Hart überreichte Vorsitzender Hias Kaindl die Spende an den Gauverband und würdigte die zahlreiche Beteiligung. Nächstes Jahr ist Unterneukirchen an der Reihe. Vorsitzender Sepp Jetzelsperger stellte das Festprogramm über zwei Wochenenden vom 25. Juli bis 3. August vor mit Party, Wein- und Weißbierfest, Rasenmäherbulldog-Rennen, Kabarett, Festabend, Festsonntag und einem Konzert. Da Unterneukirchen ganz am Rande des Gaugebiets liegt, gibt es als Meistpreis 100 Liter Bier und ein Spanferkel.

Nächstes Jahr geht es in der Gauversammlung um die Frage von Rita Fenzl, der Vorsitzenden des Arbeitervereins Stein, ob künftig auch Dirndlschaften dem Gauverband beitreten können. Gerade bei den letzten Festen seien sie sehr stark vertreten gewesen, meinte Fenzl, »und ich glaube, euch Burschen macht es auch Spaß, wenn die Dirndln mitgehen.« Dazu gab es spontane Pro- und Kontra-Stellungnahmen, woraufhin beschlossen wurde, das Thema nächstes Jahr zu diskutieren. he