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Bunter Adventsmarkt mit viel Drumherum

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Ein buntes Bild bot der Waginger Adventsmarkt, der in der Ortsmitte aufgebaut war – hier der Stand des TSV Waging. (Foto: Eder)

Waging am See – Der Waginger Adventsmarkt erfreute sich – nicht zuletzt wegen des attraktiven Rahmenprogramms mit Musik, Perchtenlauf, Kasperltheater, Ponyreiten, Kettenkarussell und Leierkastenfrau – eines recht guten Besuchs. Vor allem gegen Abend, als die Lichter in der Dunkelheit für die adventliche Atmosphäre sorgten, die sich bei dem strahlenden Sonnenschein des Nachmittags nicht so ohne Weiteres einstellen wollte.


Das Angebot an den Ständen beinhaltete vor allem viel Selbstproduziertes, dekorative Dinge, die die Adventszeit umrahmen und die warm halten. Da gab es Objekte aus Holz und rostigen Materialien, Schafwollprodukte, Kreuzsticharbeiten und Töpferwaren. Fleißige Handarbeitsdamen vom Frauenbund hatten Decken, Socken. Mützen und Ähnliches gestrickt, die sie für einen guten Zweck verkauften. Natürlich gab es auch Christbäume in großer Auswahl im Angebot.

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Nepalhilfe hatte Tombola organisiert

Am Stand der Nepalhilfe wurden nepalesische Produkte und Artikel angeboten, samt einer Tombola mit schönen Preisen. Die TSV-Damen schenkten in ihrer Hütte Punsch aus und boten auch Dekorationsartikel aus Holz an. Der Forstbetrieb Ruhpolding offerierte Wildbret; zwei junge Ziacherer spielten an diesem Stand mit erfrischender Begeisterung auf. Für weitere Musik sorgten an den beiden Tagen ein Posaunen-Quartett und eine Bläsergruppe. Auch eine Leierkastenfrau ließ sich hören – eine nostalgische Aktion, die man nur noch selten hört oder sieht, schon gar nicht auf Adventsmärkten.

Die Kinder wurden vom Kasperltheater magisch angezogen, bei dem Mia Kaiser-Wenig und ihre Kollegin Bettina Nagl im eigens dafür aufgestellten Märchenzelt die Geschichte vom »Kasperl und den gestohlenen Weihnachtsplätzchen« vorführten. Die Vorstellungen waren an beiden Tagen durchwegs hervorragend besucht. Das Kinderprogramm wurde abgerundet vom Kettenkarussell und mit Ponyreiten.

Respekt vor den Kramperln lässt nach

Ein besonderer Höhepunkt im Laufe des Adventsmarkts war natürlich der Krampuslauf der Ruperti-Pass aus Ainring. Da war die Waginger Ortsmitte so richtig voll: Viele wollten das Spektakel der wilden Gesellen mit ihren grimmigen Masken, ihren Ruten, den Lichteffekten und ihrem Geschrei erleben und kamen gewiss auf ihre Kosten. Allerdings scheint sich die Atmosphäre gegenüber früher allmählich deutlich zu verändern. Während vor Jahren doch noch etwas Respekt gegenüber den grausligen Gestalten spürbar war, zumindest bei der jüngeren Generation, ist inzwischen eine etwas befremdliche »Verbrüderung« festzustellen, die in den mannigfaltigen Selfies zusammen mit den Kramperln ihre Höhepunkte findet. he