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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer eröffnete gestern die Nordumfahrung – Ab heute ist sie für den Verkehr frei

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Auch viele Bürger kamen gestern zum Festakt in den neuen Ettendorfer Tunnel, danach fand noch ein »Tag des offenen Tunnels« statt. Sie konnten sich an Schautafeln umfassend über das Projekt informieren.
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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (6. von links) gab mit Josef Poxleitner (von links), Jakob Strobl, Hermann Steinmaßl, Renate Steinmaßl, Fritz Stahl, Sebald König, Manfred Kösterke, Rudolf Wamsler, Klaus Steiner, Karl Wiebel und Josef Wimmer gestern die Nordumfahrung frei. Weitere Bilder finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos. (Fotos: Brenninger/Lamminger)
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Die Musikkapellen Traunstein und Surberg-Lauter umrahmten das Fest musikalisch.

Traunstein. Die Nordumfahrung von Traunstein ist gestern offiziell eingeweiht worden. »Von einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk für die gesamte Region«, sprach Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vor zahlreichen Gästen im neuen Ettendorfer Tunnel. Das 77 Millionen teure Bauwerk, das nach fünfjähriger Bauzeit nun fertiggestellt ist, wird heute im Laufe des Nachmittags für den Verkehr frei gegeben.


»Wahrer Segen für diese tolle Stadt«

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Die Nordumfahrung bringe für Traunstein eine enorme Entlastung, betonte Ramsauer in seiner Rede. »Sie ist ein wahrer Segen für diese tolle Stadt.« Ramsauer ging auch auf die Kosten ein, die von den ursprünglich geplanten 39,5 Millionen Euro auf 77 Millionen Euro gestiegen sind. Das Projekt sei nicht gerade billig gewesen, betonte er, »aber die Umgehung zählt bei weitem nicht zu den teuersten in Deutschland«. Zudem habe man in Traunstein viele und schwierige Probleme lösen müssen.

»Heute ist ein Tag der Freude und des Dankes«, fügte Ramsauer hinzu. »Wenn bei allen Projekten so gearbeitet wird wie hier, dann würde ich Freudensprünge machen.«

»Alle werden nun aufatmen«, unterstrich Josef Poxleitner, Leiter der Obersten Baubehörde im Staatsministerium des Innern, der in Vertretung für Innenminister Joachim Hermann an der Eröffnungsfeier teilnahm. »Das ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit«, betonte er.

Der Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein, Sebald König, sprach von einem »denkwürdigen Ereignis«. Eine 40-jährige Planungsgeschichte gehe nun zu Ende und »nun haben wir gleich zwei Ortsumfahrungen«, betonte König, »nämlich die von Traunstein und die von Hallabruck/Hufschlag«. König wies die vielen Ehrengäste und Bürger darauf hin, dass die Feier »im Herzstück der Umfahrung« stattfinde. »Zudem verläuft direkt über uns die Bahnlinie München-Salzburg.« Dies seien beim Bau des Tunnels schwierige Voraussetzungen gewesen. Schließlich durfte der Bahnverkehr nicht beeinträchtigt werden. Zudem stellten auch das Trenkmoos und die Brückenbauten Herausforderungen an die Arbeiter, fuhr König fort.

Georg Lindl und Peter Bertram erteilten Segen

»Eine leistungsfähige Verkehrsanbindung ist die Grundvoraussetzung für die nachhaltige Entwicklung der Region«, betonte Landrat Hermann Steinmaßl, dessen Frau Renate die Tunnelpatin war. Steinmaßl freute sich, dass die Umgehung nun fertig sei. »Die Stadt wird dadurch entlastet.«

Oberbürgermeister Manfred Kösterke sprach von einer neuen Ära, die nun beginne. »Jeder Euro ist hier gut investiert«, sagte er. Denn bisher seien täglich rund 26 000 Fahrzeuge durch die Stadt gefahren. »Sie haben Spuren in der Stadt hinterlassen«, betonte er. Nun habe man neue Möglichkeiten und »darauf freuen wir uns bereits«. Er dankte auch den Anliegern, die Jahre lang den Baulärm ertragen haben. Surbergs Bürgermeister Josef Wimmer betonte: »Ich hoffe, dass die Verkehrsflüsse nun so sind, wie sich die Planer das vorgestellt haben.« Er betonte zudem, dass er sich eine schnelle Ausführung für den Bau der Fußgängerbrücke wünsche. »Das ist die einzig richtige Lösung.«

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von den Musikkapellen Traunstein und Surberg-Lauter. Die Segnung nahm der katholische Dekan Georg Lindl sowie der evangelische Dekan Peter Bertram vor. Sobald die Aufräumarbeiten im Tunnel beendet sind, wird dieser am heutigen Samstag für den Verkehr frei gegeben. Schon seit gestern ist die dritte Spur nach Traunstein im Bereich zwischen Heilig-Geist-Brücke und Einmündung zur Salinenstraße und der Bypass nach Teisendorf befahrbar. SB

Lesen Sie auch unsere Sonderseiten zur neuen Nordumfahrung auf den Seiten 19 bis 22.

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