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Heiner Friedrich (links) und Ministerialdirektor Dr. Rolf-Dieter Jungk vom Staatsministerium für Kunst und Wissenschaft in München. (Foto: StMWK/Alexandra Beier)

Bundesverdienstkreuz für Heiner Friedrich

Der Stifter des Museums DASMAXIMUM in Traunreut, Heiner Friedrich, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte jetzt im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in München. Kunstminister Markus Blume würdigte dabei Heiner Friedrich als »Wegbereiter für Gegenwartskunst von Weltrang in Bayern«.


1963 eröffnete Friedrich gemeinsam mit seiner damaligen Frau Six Friedrich und Franz Dahlem die Galerie Friedrich & Dahlem an der Münchner Maximilianstraße, die ab 1966 als Galerie Friedrich firmierte. Innerhalb eines Jahrzehnts wurde die Galerie mit Ausstellungen mittlerweile weltbekannter Kunststars wie Andy Warhol, Gerhard Richter, Georg Baselitz oder Cy Twombly zu einer der »einflussreichsten Avantgarde-Galerien der westlichen Welt«, so das Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels in Köln. Sie hatte entscheidenden Anteil daran, dass sich München zu einem wichtigen Standort für die moderne und zeitgenössische Kunst entwickelt hat.

Nach seinem Umzug in die USA verlagerte sich Friedrichs Interesse mit der von ihm 1974 mitbegründeten DIA Art Foundation auf die Umsetzung dauerhafter und monumentaler Kunstsetzungen wie Walter De Marias legendäres »Lightning Field« in der Wüste New Mexicos und Joseph Beuys' »7000 Eichen« in Kassel.

2011 eröffnete Friedrich in seiner Heimatstadt Traunreut das Tageslichtmuseum DASMAXIMUM mit bedeutenden Werkblöcken von neun international bekannten Künstlern: Georg Baselitz, John Chamberlain, Walter De Maria, Dan Flavin, Imi Knoebel, Uwe Lausen, Blinky Palermo, Andy Warhol und Maria Zerres. Als »Glücksfall« für die Stadt bezeichnete Prof. Dr. Klaus Schrenk, ehemaliger Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, das Museum. Auf über 4300 Quadratmetern Ausstellungsfläche realisierte Friedrich auf dem ehemaligen Fabrikgelände der Firma seines Vaters, dem Alzmetallgründer Harald Friedrich, sein wichtigstes Konzept: Künstlerräume zu schaffen, in denen die Kunst ohne Veranstaltung und Vermittlung in Ruhe und Präsenz erfahren werden kann.

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