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Bundesverdienstkreuz für Altlandrat Hermann Steinmaßl

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Foto: dpa / Symbolbild

Zwölf Jahre lang – von 2002 bis 2014 – steuerte Hermann Steinmaßl als Landrat die Geschicke des Landkreises Traunstein. Seine politische Karriere begann der heute 68-Jährige bereits 1971 in Fridolfing. Für sein über vierzig Jahre währendes Engagement in der Kommunal- und Landespolitik bekommt der Fridolfinger am Donnerstag in München aus den Händen von Innenminister Joachim Hermann das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.


Das Thema Wirtschaftsförderung war für den Kommunalpolitiker Hermann Steinmaßl stets »Chefsache«, heißt es in der Begründung des Innenministeriums. Die landkreiseigene »Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH« fungiert seither als zentraler einheitlicher Ansprechpartner für alle Belange der Wirtschaft. Es wurden zahlreiche Pilotprojekte initiiert, wie zum Beispiel die Breitbandinitiative, ein Güterumschlagsterminal oder ein Hotelmasterplan.

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Im Bereich der Energiepolitik des Landkreises hat Hermann Steinmaßl wichtige politische Signale gesetzt. Hier wird jede Form der regenerativen Energien eingesetzt. Der Landkreis belegte damit regelmäßig erste und zweite Plätze in der Solarbundesliga. Aber auch Großprojekte, wie Geothermie- und Wasserkraftanlagen, wurden zuverlässig unterstützt. In seiner Eigenschaft als Landrat war er auch Aufsichtsratsvorsitzender der damaligen »Kreiskliniken Traunstein - Trostberg GmbH«.

Dank seines großen Elans hat er sich in die Belange des Krankenhauswesens eingearbeitet und es maßgeblich mitgestaltet. Sein besonderer Verdienst war die Gründung der »Kliniken Südostbayern AG«, welche aus der Fusion verschiedener Kliniken im Jahre 2009 entstanden ist, wodurch eine hochwertige medizinische Versorgung in der Region sichergestellt wurde.

Ebenso führte er 2007 eine neue Gesellschaftsform und ein neues Entgeltsystem zur Sicherung der drei Kreisaltenheime, deren Aufsichtsratsvorsitzender er ebenfalls lange war, ein. Im Jahre 2006 wurde dann auf seine Initiative hin die »Traunsteiner Seniorenkonferenz« gegründet. Dieses Netzwerk zielt auf die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in allen Lebensbereichen ab.

Als Aufsichtsratsvorsitzender der »Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Traunstein mbH« hat er sich mit großem Engagement für Sozialwohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau eingesetzt. Die Nachhaltigkeit für den Erhalt der Kulturlandschaft und des Brauchtums tragen ebenfalls »seine Handschrift«, heißt es in der Begründung des Innenministeriums. Mit seinem Einsatz konnte die landkreiseigene Stiftung »Hilgerhof« in eine Kultur- und Begegnungsstätte umgewandelt werden, die weit über die Grenzen des Landkreises hinaus Akzente für die Kultur des Chiemgaus setzt.

Als Vorsitzender des Vereins »Musiksommer zwischen Inn und Salzach« hat er die Konzertreihe maßgeblich gefördert und unterstützt. In seiner Position als Vorsitzender der »Arbeitsgruppe LEP« beim Bayerischen Landkreistag brachte er sich nachhaltig in die Diskussion um die Novellierung des Bayerischen Landesplanungsgesetzes und um die Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern ein. Ziel war es, den ländlichen Raum zu stärken. Schließlich war er in seiner Eigenschaft als Landrat zwölf Jahre lang Mitglied des Präsidiums der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein und drei Jahre deren Präsident.

Steinmaßl begann seine politische Karriere 1971 bei der Jungen Union Fridolfing, deren Ortsvorsitzender er war. Über zwei Jahrzehnte war er zudem Mitglied des Gemeinderats. Daneben gehörte Steinmaßl von 1978 bis 2014 dem Kreistag des Landkreises Traunstein an, davon zwölf Jahre als Vorsitzender der CSU-Fraktion. Außerdem war er von 1982 bis 1998 Mitglied des Bezirkstags Oberbayern und anschließend bis 2002 Mitglied des Bayerischen Landtags. fb