weather-image
18°

Bundesstraße 304 ist Einsatzschwerpunkt

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Matzing wurde Robert Niedl (Vierter von rechts) für 40-jährigen aktiven Dienst geehrt. Markus Huber (Dritter von rechts) und Martin Schopp (Zweiter von rechts) wurden zu Oberfeuerwehrmännern ernannt. Links im Bild Vorsitzender Matthias Lamers, daneben sein Stellvertreter Martin Wallner und rechts Kommandant Florian Ettmayr.

Traunreut – Der Einsatzschwerpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Matzing ist und bleibt die Bundesstraße 304. Von den 24 technischen Hilfeleistungen, zu denen die Wehr im vergangenen Jahr alarmiert wurde, waren Verkehrsunfälle auf der B 304 alarmiert. Die Zahl der Aktiven stieg auf 30. »Für einen 100 Prozent gesicherten Tageseinsatz kann man jedoch nie genug Mitglieder haben«, sagte Kommandant Florian Ettmayr auf der Jahreshauptversammlung im Matzinger Feuerwehrhaus. Deshalb, so der Kommandant, werde die Matzinger Feuerwehr auch weiterhin Mitgliederwerbung betreiben.


Sowohl bei der Jugend als auch bei den Aktiven seien Direkt- oder Quereinsteiger jederzeit willkommen, betonte der Kommandant. Mit Stefan Frank, Franzi Gruber, Ramona Rötzer und Christian Rüba wurden vier Kameraden in den aktiven Dienst übernommen. Zur Ausbildung am Standort teilte Ettmayr mit, dass neben den Schulungen und Übungen neun Mitglieder das THL-Leistungsabzeichen abgelegt und 18 einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben. Die Stufe I des THL legten Markus Huber und Martin Schopp ab und Johann Hermann und Peter Wrobel die Stufen 2 und 4. Die Stufe 5 schafften Florian Ettmayr, Matthias Lamers, Constantin Maier, Robert Niedl und Martin Wallner. Sogenannte Belastungsübungen, Gemeinschaftsübungen, Einsatzübungen oder Gruppenführerausbildungen komplettierten den Ausbildungsstand. Darüber hinaus haben die Feuerwehrler auch eine Reihe von Lehrgängen auf Landes- und Landkreisebene besucht.

Anzeige

Insgesamt musste die Matzinger Feuerwehr letztes Jahr 34 Mal ausrücken. Neben den 24 technischen Einsätzen bei Unfällen und beim Unwetter im August wurden sie zu fünf Brandeinsätzen alarmiert. Außerdem stellten sie sich zu freiwilligen Verkehrssicherheitsdiensten zur Verfügung. Zählt man alle Stunden, die für Ausbildung und Einsätze aufgewandt wurden zusammen, hat die Matzinger Feuerwehr knapp 4000 freiwillige Stunden zum Wohle der Allgemeinheit geleistet. Lobend erwähnte der Kommandant abschließend die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit mit den städtischen Feuerwehren und der Werksfeuerwehr Bosch-Siemens Traunreut. »Das ist schon besonders herauszustellen«, sagte Ettmayr. »Die Gleichberechtigung der Kameraden in der Stadt, unabhängig von der Größe der Wehr, macht uns so erfolgreich.« Weiter ernannte der Kommandant Martin Schopp und Markus Huber zu Oberfeuerwehrmännern. Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst zeichnete er Robert Niedl aus.

Nach Angaben von Jugendwart Peter Wrobel wurden vier neue Jugendliche gewonnen: Alexandra Orwat, Sophie Wolfertstetter, Markus Kimmeringer und Leo Röckenwagner sind die Neuen in der jetzt elfköpfigen Jugendgruppe. Der Nachwuchs absolvierte eigene Übungen und Schulungen, nahm am Kreisjugendfeuerwehrtag in Siegsdorf teil und am 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag im Traunreuter Stadtgebiet. Leonhard Dandl, Lorenz Huber, Korbinian Zunhammer, Markus Kimmeringer und Sophie Wolfertstetter haben mit Erfolg den Wissenstest der Stufe 2 bestanden. Die Stufe 3 schafften Simon Huber und Florian Wimmer und die Stufe 4 Jakob Dandl und Stefan Wallner. Simon Huber, Stefan Wallner und Florian Wimmer haben auch mit Erfolg den sogenannten MTA-Basis Teil 1 abgelegt.

Um die jungen Leute bei Laune zu halten, wurde unter anderem ein gemeinsamer Ausflug mit den Matzinger Schützen ins »Gardaland« unternommen. Der Jugendwart erinnerte auch daran, dass sich die Jugend am kommenden Samstag wieder bei der Aktion »Sauberes Traunreut« beteiligen werde und auch beim Kreisjungendfeuerwehrtag am 21. Juli in Kienberg mit von der Partei sein wird.

Vereinsvorsitzender Matthias Lamers sagte, im nächsten Jahr könne die Matzinger Wehr auf 130 Jahre zurückblicken. Dieses Jubiläum soll mit einer kleinen Festwoche gebührend gefeiert werden. Weiter teilte er mit, dass heuer in Matzing kein Dorffest stattfinden werde, dafür aber kleinere Veranstaltungen organisiert werden.

Kreisbrandinspektor Martin Schupfner und Bürgermeister Klaus Ritter bescheinigten der Matzinger Feuerwehr einen guten Ausbildungsstand und lobten die Jugendarbeit. Ein besonderer Dank seitens der Kreisbrandinspektion galt dem Kommandanten Florian Ettmayr für die Bereitschaft, auch als Ausbilder auf Landkreisebene unterwegs zu sein. Angesichts der aktuellen Diskussion um das Rettungswesen versicherte Ritter, die Stadt stehe hinter jedem Einzelnen und unterstütze ihn, sollte es zu Problemen im Dienst kommen. ga