weather-image
29°

Bundesgerichtshof bestätigt Freispruch

0.0
0.0

Traunstein – Der Freispruch eines inzwischen 27-Jährigen, der sich im vorigen Jahr vor dem Schwurgericht Traunstein wegen des gewaltsamen Todes eines 61-jährigen Rentners in Traunreut hatte verantworten müssen, war rechtens. Das bestätigte jetzt der Bundesgerichthofs (BGH). Damit ist das Urteil vom 26. Juni 2015, in dem auch die Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie aufgehoben wurde, rechtskräftig.


Die Staatsanwaltschaft Traunstein, die auf die weitere Unterbringung des Beschuldigten plädiert hatte, hatte die Entscheidung des Sicherungsverfahrens per Revision angefochten. Vor dem BGH waren die Anträge allerdings übereinstimmend: Auch der Bundesanwalt forderte, die Revision aus Traunstein zurückzuweisen.

Anzeige

Der psychisch kranke 27-Jährige konnte den Gerichtssaal vor gut einem Jahr als freier Mann verlassen. Fast ein Jahr lang hatte er seit seiner Festnahme Ende Juli 2014 in Niedersachsen in einem Bezirksklinikum verbringen müssen. Im Urteil begründete Vorsitzender Richter Erich Fuchs, das Gericht habe die – für eine Anordnung der Unterbringung erforderliche – Überzeugung über die Täterschaft des Beschuldigten nicht gewinnen können. Unmittelbare Beweismittel oder Hinweise hätten nicht zur Verfügung gestanden.

Zwar habe sich der Mann am 12. Mai 2014 in der Wohnung des Opfers am St.-Georgs-Platz in Traunreut aufgehalten. Jedoch sei nicht sicher, wann der 61-Jährige genau getötet worden war. Am 13. und 14. Mai 2014 habe sich der Beschuldigte nachweislich nicht mehr in Traunreut befunden. kd

Mehr aus der Stadt Traunstein