weather-image
24°

Bund Naturschutz macht Vorschläge

Der Bund Naturschutz in Bayern meldet alternative Straßenbauprojekte für den neuen Bundesverkehrswegeplan an. In einer Pressemitteilung schreibt die Organisation, die »Natur zerstörenden, überzogenen und teuren Planungen müssen durch bedarfsgerechte, umweltschonende und preiswertere Alternativen ersetzt werden – auch im Falle des Ausbaus der A 8«.


Derweil wurden auch heuer umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Autobahn erledigt. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Brücken zwischen Rosenheim und der Landesgrenze mit Millionenaufwand saniert und, wenn möglich, für den sechsspurigen Ausbau vorbereitet. Größtes Bauprojekt ist der Bergener Talübergang, dessen Erneuerung im kommenden Jahr abgeschlossen sein soll und die knapp 40 Millionen Euro kosten wird.

Anzeige

Der Bund Naturschutz nutzt sein erstmals geschaffenes Recht, bei den zuständigen Verwaltungen frühzeitig eigene Vorschläge zum Bundesverkehrswegeplan einzureichen. Diese werden von den Straßenbauverwaltungen geprüft und eventuell zur Anmeldung beim Bundesverkehrsministerium aufbereitet.

Die Kreisgruppen entlang der Autobahn München–Salzburg kritisieren die Ausbauvariante mit sechs Fahrspuren und haben eine alternative vierspurige Variante (plus Standstreifen) vorgeschlagen. Die Vorsitzende der Kreisgruppe Traunstein, Beate Rutkowski, will, dass beim neuen Bundesverkehrswegeplan Alternativen geprüft werden, die Natur und Landschaft schonen und zur Verringerung von Lärm und Schadstoffen beitragen könnten.

Die von der Autobahndirektion genannten Kosten von über einer Milliarde Euro für den Ausbau der Autobahn mit sechs Fahrspuren von Rosenheim bis zur Landesgrenze seien unbezahlbar. »Das kann man den Steuerzahlern nicht mehr vermitteln«, so Rutkowski, denn gleichzeitig werde betont, dass Geld für Sanierung des Straßennetzes und Lärmschutz fehle.