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Bulgarin zur Prostitution gezwungen: Bewährungsstrafen für Täterpärchen

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Foto: Redaktion

Die Vorwürfe gegen die beiden Angeklagten wogen schwer: Menschenhandel, Zwangsprostitution und Vergewaltigung. All dieses Leid soll das aus Bulgarien stammende Pärchen seiner 29-jährigen Landsfrau angetan haben. Mit  dem Versprechen, die junge Frau könne in München als Zimmermädchen arbeiten, haben sie  die 29-Jährige nach Deutschland gelockt. Doch in München und später in Rosenheim ging die junge Frau nicht putzen sondern anschaffen – gegen ihren Willen. Weil die 23-jährige Bulgarin und ihr 27-jähriger Lebensgefährte den Sohn ihrer Landsfrau, der in Bulgarien bei den Eltern des 27-Jährigen zurück blieb, als Druckmittel benutzen.

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Was am Traunsteiner Landgericht verhandelt wurde, war letztlich zumindest bei der Vergewaltigung aber weit weniger eindeutig, als es in der Anklageschrift verlesen wurde. Den Tatvorwurf der Vergewaltigung konnte die Zeugin nicht wiederholen. Sie wolle sich nicht mehr daran erinnern und nur noch vergessen, sagte sie in der Verhandlung. Den Vorwurf, gegen ihren Willen mindestens 32 Freier bedient zu haben, hielt sie aber aufrecht.

Die Geständnisse des Hauptangeklagten und der Mitangeklagten ersparten schließlich nicht nur der Zeugin sondern auch dem Gericht eine langwierige Hauptverhandlung. Am Ende eines langen Prozesstages wurde der Hauptangeklagte zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung und die 23-Jährige zu einem Jahr und neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung – jeweils wegen schweren Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung - verurteilt. Vew

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag im Traunsteiner Tagblatt.

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