weather-image
32°

Bürgernähe und Teamarbeit als Hauptziele

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Bürgermeisterkandidat Hans Egger bei seiner Rede im Schützenheim. (Foto: Mergenthal)

Inzell. »Eine verlässliche und engagierte Gemeindepolitik liegt mir am Herzen«, betonte Hans Egger (56), Bürgermeisterkandidat der freien Wählergruppierung »Bürger für Inzell«, bei deren Aufstellungsversammlung. Mit 60 Wahlberechtigten sowie einigen CSU-Mitgliedern war das Schützenheim voll besetzt. Die 59 abgegebenen Wahlzettel bestätigten Egger einstimmig als Kandidat.


Egger ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern. Er prüft für das Staatliche Bauamt südbayernweit Winterdienst- und Sommerdienst-Geräte. Seit fast 18 Jahren ist er Gemeinderat und seit zwei Amtsperioden Vize-Bürgermeister an der Seite von Martin Hobmaier, mit dem er auch Musik macht. Dem amtierenden Bürgermeister habe er als erstem von seiner Kandidatur erzählt; dies sei ihm sehr wichtig gewesen, erklärte Egger.

Anzeige

»Gemeinderat frühzeitig einbinden«

In seiner kurzen Rede hob Egger hervor, dass für ihn die Teamarbeit oberste Priorität habe. Als große Herausforderungen nannte er unter anderem die Finanzen, das Thema Max-Aicher-Arena, die Gestaltung der Ortsmitte und den Tourismus. Sein Ziel sei, den Gemeinderat »frühzeitig mit einzubinden, auch bei strategischen Entscheidungen«. Egger wünschte sich einen »homogenen« Gemeinderat und eine fraktionsübergreifende gute Zusammenarbeit wie bisher.

Beim Tourismus müsse man sich über bestimmte Dinge unterhalten können und auch manches verändern dürfen, führte der Kandidat weiter aus. Auf den Übernachtungszahlen dürfe man sich nicht ausruhen. Eine stetige Weiterentwicklung sei angesagt. Dabei will Egger die »vielen guten Vermieter am Ort«, die ihn schon öfter angesprochen hätten, mitnehmen und einbeziehen.

Zum Thema Bürgernähe sagte der 56-Jährige, er wolle ein Bürgermeister für alle sein, egal ob es sich um die Landwirte, Sportler, Musikanten, Trachtler oder andere Zielgruppen handle. Wichtig sind ihm auch die Traditionen, die in Inzell noch gepflegt werden, und die Ausweisung von attraktiven Baugebieten für Gewerbebetriebe und Familien.

Unter Wahlleitung von SPD-Gemeinderat Josef Rieder wurde über die bereits vorab festgelegte Liste im Block abgestimmt: Die Liste erhielt 58 Ja-Stimmen und nur eine Nein-Stimme. Einstimmig wurde eine Listenverbindung mit der Liste »SPD und Unabhängige« beschlossen. Die Fraktionsgemeinschaft »Bürger für Inzell« und »SPD und Unabhängige« stellt derzeit sechs Räte, je Gruppierung drei, während die CSU acht Gemeinderäte stellt.

Das Alter der Kandidaten, die im Schnitt zwei Kinder haben, liegt zwischen 27 und 56 Jahren, und es sind vier Frauen darunter: Julia Egger (49), gelernte Arzthelferin und mit ihrem Mann Campingplatz-Inhaberin, die selbstständige Schneiderin und Vermieterin Gertraud Bauer (54), auch Kassiererin beim Trachtenverein, die Verwaltungsfachwirtin Monika Rieder-Schweikl (48) und Elfriede Aigner (42), die im Büro arbeitet und Schriftführerin des Schützenvereins Inzell ist.

Der jüngste Kandidat ist 27 Jahre alt

Der Jüngste im Bunde ist der 27-jährige Christian Strobl. Der gelernte Einzelhandelskaufmann ist seit neun Jahren Jugendleiter im SC Inzell. Frühere Aufgaben waren Jugendtrainer, Torwart und Kapitän der Ersten Mannschaft. Der älteste Kandidat ist neben Egger der Zimmermeister Peter Spannring (56), der seit fast zwölf Jahren im Gemeinderat sitzt sowie bei der Bergwacht und als neuer Bassist der Kultband »The Hurricanes« aktiv ist. Er habe sich vor einigen Monaten entschieden, nicht mehr zu kandidieren, berichtete er. Nach der Entscheidung von Hans Egger habe er seinen Entschluss nochmal geändert. Mehrere Arbeitskollegen vom Staatlichen Bauamt Traunstein unterstützen den bisherigen Vizebürgermeister, wie Gottfried Hopf (53), auch Vorsitzender des Gartenbauvereins, oder der Maschinenbaumeister Hubert Koch (45), der für die Regionalwährung »Chiemgauer« und die Klimawerkstatt aktiv ist. Hans Egger sei »der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt«. Als Eggers Blechmusi-Freund ließ sich Kraftfahrer und Landwirt Sepp Dufter (47) aufstellen. Erneut kandidiert der Maurer, Zimmerer und Landwirt Peter Holzner (41), der von 2006 bis 2008 als Nachrücker für die CSU im Gemeinderat saß.

Hier die Kandidatenliste der »Bürger für Inzell« im Einzelnen: 1. Hans Egger, 2. Richard Hütter, 3. Peter Spannring, 4. Sepp Anner, 5. Peter Holzner, 6. Julia Egger, 7. Wolfgang Dufter, 8. Gertraud Bauer, 9. Josef Dufter, 10. Monika Rieder, 11. Christian Strobl, 12. Elfriede Aigner, 13. Gottfried Hopf, 14. Hubert Koch, 15. Herbert Öttl und 16. Helmuth Wegscheider. vm