weather-image
26°

Bürgerinitiative »Pro Freibad« gegründet

2.3
2.3

Traunreut – Die Entscheidung des Stadtrats, das Franz-Haberlander-Freibad während der Sanierung des Nichtschwimmerbeckens zu schließen, hat jetzt eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen. Mit einem Bürgerbegehren will die Initiative »Pro Freibad« gegen eine Schließung kämpfen.


Die Initiatoren um Birgit Püschl, Renate Kling und Nina Hintermeier sind zuversichtlich, dass sie die notwendigen 1700 Unterschriften zusammenbekommen, um in der Stadtverwaltung unverzüglich einen Antrag auf die Durchführung eines Bürgerentscheids zu stellen. Knapp 1000 Unterschriften gegen eine Vollschließung wurden schon im Vorfeld von Kiosk-Pächter Michael Hempel und seinen Mitstreitern gesammelt und am Rande einer Stadtratssitzung an Bürgermeister Klaus Ritter überreicht.

Anzeige

Wie wiederholt berichtet, hatte der Stadtrat beschlossen, das Bad während der Sanierung des Nichtschwimmerbeckens zwischen Mai und Ende Juli zu schließen. Die Entscheidung stieß bei vielen Freibadbesuchern, vor allem bei den Senioren und jungen Familien, auf massive Kritik.

Die Bürgerinitiative warnt unter anderem davor, dass sich die vielen auswärtigen Besucher und die Schwimm-Mannschaften, die im Freibad trainieren, während der Schließzeit nach anderen Freibädern umsehen und abwandern könnten. Einen Widerspruch sieht sie auch darin, dass die Traunreuter Schulen für viel Geld zum nächsten Schwimmbad gefahren werden müssen. Benachteiligt wären auch Familien ohne Auto und behinderte Menschen, weil die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu den nächstgelegenen Freibädern sehr umständlich und teuer sei.

Vor diesem Hintergrund soll nach dem Willen der Bürgerinitiative jetzt die Bevölkerung entscheiden. »Sind Sie dafür, dass das Franz-Haberlander-Freibad Traunreut trotz der Sanierungsarbeiten am Nichtschwimmerbecken geöffnet wird?«, lautet die Kurzbezeichnung. ga