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Initiative im Gemeinderat vorgestellt: Anschubfinanzierung von 5000 Euro

Bürgerfest im Ortszentrum von Übersee

Übersee. Die Initiative für ein neues Fest in der Ortsmitte von Übersee hat Wolfgang Genghammer vom gleichnamigen Modehaus in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vorgestellt. Nach einer positiven Resonanz im Gremium ist eine Anschubfinanzierung der Gemeinde von 5000 Euro beschlossen worden.

Laut Genghammers Darstellung sollte das Fest »mal was Anderes sein für Übersee, die Geschäftsleute in den Vordergrund stellen und möglichst zum Ende der Sommerferien stattfinden«. Er habe bisher zu rund 30 Gewerbetreibenden und Vereinen Kontakt aufgenommen und auf positive Resonanz gestoßen. Auch könne er sich vorstellen, so Genghammer weiter, den Gewerbeverein für dieses Fest zu mobilisieren und zu aktivieren.

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Um das Fest professionell aufzuziehen, habe er sich für die Vorplanung an Günter Wimmer von der Musik- und Eventagentur Wimmer aus Waging gewandt. Ihm schwebt eine Art Bürgerfest mit großem Kinderfest am Nachmittag und einem abwechslungsreichen Abendprogramm mit Live-Bands vor. »Das Fest sollte schon was Gescheites sein, um sich aus der Masse der Dorffeste herauszuheben und Übersee bekannt zu machen«, so Wimmer. Die Kosten bezifferte der Veranstaltungsprofi auf etwa 10 500 Euro. Da kein Eintritt verlangt werden sollte, könnte dies mittels Standgebühren und einer Anschubfinanzierung der Gemeinde von maximal 5000 Euro zu schaffen sein.

Die einzige kritische Stimme zum Fest kam von Gemeinderat Hans Schönberger (Freie Bürgerliste, FBL). Angesichts der vielen Vereinsfeste und des »Chiemsee Summers« sah er keine Notwendigkeit für ein weiteres Fest. Genau das bewertete Maria Steinert (SPD) anders: »Sonst haben wir immer nur Feste für ein bestimmtes Klientel, und das wäre wirklich einmal was für alle Bürger.«

Zustimmend äußerten sich Rupert Kink (CSU), Wolfgang Hofmann (BP), Erika Stefanutti (FBL), Anton Stefanutti (Grüne) und Ludwig Ertl, der das Fest zudem »als Chance für unsere Geschäfte und den Gewerbeverein« einstufte.

Lediglich zeitliche Bedenken äußerten Bürgermeister Marc Nitschke, Alois Huber (CSU) und Herbert Strauch (FBL). Wegen der Kürze der verbleibenden Vorbereitungszeit plädierten sie dafür, alles noch einmal zu überdenken und das Fest notfalls aufs nächste Jahr zu verschieben.

Schließlich war das gesamte Gremium mit einem Kompromissvorschlag von Wimmer einverstanden. Er will sofort in die Planung einsteigen und nach drei Wochen entscheiden, ob das Fest noch heuer zu realisieren sei. bvd