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Bürger sollen an der Planung beteiligt werden

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Seeon-Seebruck. Der Seebrucker Gemeinderat sprach sich geschlossen dafür aus, den ersten Preisträger des Architektenwettbewerbs des Rathausneubaus in Seebruck mit einer Entwurfsplanung zu beauftragen. Auf dieser Grundlage soll dann mit den Bürgern eine stimmige Planung erarbeitet werden.


Wie wiederholt berichtet, fand der Architektenentwurf nicht bei allen Gemeinderäten Gefallen und stieß auch in der Bevölkerung auf zum Teil massive Kritik. Vor allem wurde die großzügige seeseitige Glasfront bemängelt. Mittlerweile wurde in einer Sitzung von einigen CSU- und FW-Gemeinderäten mit den Architekten der Entwurf überarbeitet. Die Architekten hätten sich sehr gesprächsbereit gezeigt und Änderungsvorschläge an der Fassade und bei der Dachform auch mitgetragen, hieß es.

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Die überarbeiteten Skizzen, die in der Gemeinderatssitzung auch gezeigt wurden, sind jedoch wenig aussagekräftig. Anhand der Skizzen könne man sich nur schwer vorstellen, wie der Entwurf konkret aussehe, sagte Josef Hölzl (FW) und forderte, wie der Rest des Gremiums, ein vernünftiges Modell oder eine 3D-Visualisierung. Das Gremium war sich deshalb einig, dem Architektenbüro einen Auftrag für eine Entwurfsplanung zu erteilen, um sich ein Bild davon zu machen, wie das Ganze an dem Platz aussieht. Auf der Grundlage des Entwurfs sollten dann mit den Bürgern die Details diskutiert werden, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen.

Mit dem Neubau eines Rathauses befasst sich der Gemeinderat seit fast fünf Jahren. Ausgangspunkt war die umstrittene Zusammenlegung der Verwaltung. Kritiker forderten den Erhalt der Dienststelle in Seeon. Nach intensiven Diskussionen mit den Bürgern hatte sich der Gemeinderat bei einer Gegenstimme für einen Neubau des Rathauses am jetzigen Standort in Seebruck ausgesprochen und gleichzeitig beschlossen, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben. Das Wettbewerbsverfahren wurde dann im Februar letzten Jahres eingeleitet. Die Wahl durch ein Preisgericht, das die eingegangenen Arbeiten anonym bewertet hatte, fiel im Juli 2013 auf ein Münchner Architekturbüro. ga