weather-image
16°

Bücherei in Oberwössen wieder eröffnet

4.2
4.2
Bildtext einblenden
Die Bücherei in Oberwössen hat nach dem grundlegenden Umbau des Schulhauses an der Dorfstraße neu eröffnet.

Unterwössen – Nach dem grundlegenden Umbau des Schulhauses an der Oberwössner Dorfstraße hat die Oberwössner Gemeindebücherei am alten Ort in neuen, schmucken Räumen wieder eröffnet.


Büchereileiterin Elisabeth Göbel hatte einen kleinen Empfang in den neuen Räumen organisiert und viele Oberwössner, vor allem Frauen und Kinder, kamen. Sie alle hatten sichtlich Spaß an den neuen Räumen und ihren Vorzügen.

Anzeige

Zu den Vorzügen gehören zwei Leseecken. In der für die kleinen Leseratten kuscheln diese sich zu einem guten Buch in bunte Kissen. Zwei Ohrensessel mit Stehlampe laden die erwachsenen Bücherwürmer in ein ruhiges gemütliches Eck.

Für die Bücherei ist die Neueröffnung so etwas wie ein Neustart. Als Göbel im Vorfeld anklingen ließ, dass sie gern noch den einen oder anderen ehrenamtlichen Helfer in der Bücherei sähe, setzte ein kleiner Ansturm ein. »Wenn alle bei der Stange bleiben, sind wir 15 Leute«, erklärte sie. Groß setzte auch die Nachfrage nach den Büchereiausweisen ein. Bis Januar ist die Ausleihe noch frei. Aber auch im neuen Jahr ist das Angebot mit einem Jahresbeitrag von 8 Euro für den Erwachsenen, 6 Euro für Kinder und Senioren, 12 Euro für die Familie nahezu geschenkt. »Wie günstig man es haben möchte, bestimmt jeder selbst. Wer viel liest, für den ist es besonders preiswert«, so Elisabeth Göbel.

Bücher und Hörbücher, Gesellschaftsspiele und Zeitschriften bietet die Gemeindebücherei. Sie steht jedermann offen. Doch zumeist sind es Oberwössner, die die Bücherei besuchen, der Ortsteil Unterwössen wird durch die dortige Pfarrbücherei versorgt.

Die ehrenamtlichen Helfer haben ein offenes Auge auf den Büchermarkt und bestellen regelmäßig ausgesuchte Neuerscheinungen nach. Manchmal sind sie sehr schnell. Wurde am Mittwoch der Nobelpreis für Literatur für den in England lebenden Kazauo Ishiguro bekannt gegeben, rückten die Helferinnen sogleich seinen Roman »Alles, was wir geben mussten« in den Vordergrund. Schon seit 2011 gehört das Buch zum Bestand. Die Neuerscheinungen werden von der Gemeinde und von der Landesfachstelle für das Öffentliche Bibliothekswesen der Bayerischen Staatsbibliothek finanziert.

So wird auch heuer in so mancher Oberwössner Winterstube der Tag mit einem guten Buch am warmen Ofen enden. Nachschub gibt es genug: jeden Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr im Schulhaus an der Dorfstraße. lukk

Mehr aus der Stadt Traunstein