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Brunnenhäuser in Traunwalchen geweiht

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Ein Loblied auf die hohe Qualität des Traunreuter Trinkwassers wurde bei den Ansprachen anlässlich der Weihe der neuen Brunnenhäuser in Traunwalchen gesungen. Die Brunnen erhielten die Namen Sankt-Rupert- und Sankt-Engelbert-Brunnen.

Traunreut – Rund 868 000 Euro investierten die Stadtwerke Traunreut in zwei neue Brunnenhäuser samt Technik in Traunwalchen. Jetzt wurden sie von drei Geistlichen aus dem Stadtgebiet auf die Namen Sankt-Rupert- und Sankt-Engelbert-Brunnen geweiht. In den Ansprachen wurde immer wieder ein Loblied auf die hohe Qualität des Traunreuter Trinkwassers gesungen, das nach Überzeugung aller Redner den Vergleich mit Mineralwasser aus dem Handel nicht scheuen müsse, aber nur einen Bruchteil koste. Zum Vergleich wurden Wasserflaschen aus aller Welt vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass ein halber Liter Traunreuter Wasser sieben Cent kostet, während bei Wässern aus dem Handel die gleiche Menge für bis zu 3,50 Euro zu bekommen sei.


Mitarbeiter fast rund um die Uhr im Einsatz

Stadtwerke-Leiter Wilhelm Helmdach erinnerte daran, dass sich die Mitarbeiter des Wasserwerks rund um die Uhr um das 180 Kilometer lange Wasserleitungsnetz im Stadtgebiet mit vielen technischen Anlagen kümmern. Ihre Professionalität hätten sie heuer auch gezeigt, als sie zum dritten Mal im Fünf-Jahres-Turnus die Prüfung zum technischen Sicherheitsmanagement erfolgreich abgelegt haben: »Von 2300 Wasserversorgungsunternehmen in Bayern haben dies nur aktuell 75 erreicht. Daran sieht man auch, welch hoher Standard hier in Traunreut herrscht.«

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Helmdach hob aber auch die hervorragende Wasserqualität in den Brunnen hervor, die von Laboren immer wieder bescheinigt werde. Unter anderem betonte er: »Es ist komplett frei von allen Fremdstoffen und kommt in einer Temperatur von neun Grad aus dem Hahn, stabilisiert mit zwölf Grad deutscher Härte auf ideale Weise die Herzkranzgefäße, beugt einem Schlaganfall vor und strafft von innen her die Haut.« Deshalb habe man sich auch entschieden, diesen besonderen Brunnen einen Namen zu geben: »Der heilige Rupert wird gerade in unserer Region sehr verehrt. Der heilige Engelbert ist ebenfalls eine Persönlichkeit in der christlichen Mythologie. Die Namenswahl trafen wir auch als Anerkennung für das Wasserteam mit seinem langjährigen, engagierten Chef Engelbert Danner.«

Bürgermeister Klaus Ritter betonte, dass er seit seinem Amtsantritt die Stadtwerke bei ihren Bemühungen für eine sichere Wasserversorgung immer unterstützt habe: »Aus diesen Brunnen hier trinkt Traunreut. Während andere Wasserversorgungsunternehmen schon tiefere Grundwasserstockwerke anzapfen müssen, fördern wir aus 20 bis 25 Metern seit fast 70 Jahren Wasser in bester Qualität und ausreichender Menge.« Im vergangenen Jahr sei über eine Million Kubikmeter Trinkwasser ins Traunreuter Netz gepumpt worden.

Wie Ritter erklärte, sei auf Forderung der Fachbehörden in den Brunnen eine UV-Anlage eingebaut worden: »Als reine Vorsichtsmaßnahme.« Mit ultravioletem Licht könnte das Wasser von Bakterien, Viren und Pilzen befreit werden. Eingesetzt wird diese Anlage allerdings vorsichtshalber nur bei Hochwasser der Traun. Wie die Mitarbeiter der Wasserwerke versicherten, wurden die UV-Anlagen bisher nicht benötigt.

Laut Bürgermeister Ritter wurden in beide neue Brunnenhäuser samt Technik 868 000 Euro investiert. »Wir haben einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wasserversorgung geleistet und sind stolz auf die neuen Brunnen.« Der gute Bauverlauf und die hohe Qualität des Wassers wurden auch von den Vertretern der Planungsbüros beider Anlagen hervorgehoben.

Anschließend wurden die neuen Brunnen von drei Geistlichen geweiht: von dem katholischen Pfarrer Richard Datzmann, dem evangelischen Pfarrer Stefan Hradetzky und dem rumänisch-orthodoxen Pfarrer Constantin Reinhold Bartok.

»Wer viel Wasser trinkt, dessen Sex wird besser«

Pfarrer Hradetzky versicherte dabei, dass er bei der Weihe des Brunnens Niedling auf die hohe Qualität des Traunreuter Leitungswassers aufmerksam geworden sei und es seither sehr gerne trinke. Zu den positiven Eigenschaften des Wassers, die zuvor Wilhelm Helmdach aufgeführt hatte, fügte er hinzu: »Wer viel Wasser trinkt, dessen Sex wird besser.« Damit sorgte er für entsprechende Lacher der geladenen Gäste. Hradetzky betonte aber auch, dass Wasser oft zu wenig geschätzt werde, weil es immer verfügbar sei: »Aber es ist ein Geschenk.« Und wie zuvor aus einer Stelle des Johannesevangeliums zitiert, forderte er dazu auf, von »Jesus Christus, dem Wasser des Lebens zu trinken; das ist so einfach, wie den Wasserhahn aufzudrehen, denn Jesus Christus ist überall«. ga