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Brückner baut zwei große Parkhäuser

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Siegsdorf – Bereits im Herbst wurden dem Gemeinderat die Pläne zur weiteren Entwicklung des Betriebsgeländes der Firma Brückner vorgestellt, die sich durch mehrere zusätzliche Bauten für die Zukunft rüsten möchte.


In mehreren Planungs- und Bauabschnitten sind der Bau von zwei Parkhäusern, ein neues Bürogebäude im Zentrum des Betriebsgeländes und ein Verwaltungsgebäude für die »Brückner Holding« vorgesehen. Die Änderung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet zwischen der Autobahn und der Königsberger Straße« beschränkt sich auf den Bau der beiden Parkhäuser mit rund 600 Stellplätzen, die auf jetzigem Betriebsparkplatz entlang der Breslauer Straße entstehen werden.

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Ausweichparkplatz entsteht in Haunerting

Die beiden Gebäude im Ausmaß von 33,5 mal 61 Meter erhalten versetzte Geschoße, die sich im westlichen Teil über drei und im östlichen Teil über vier Vollgeschoße erstrecken. Sie werden mit einem 7,5 Meter hohen Zufahrts-Zwischenbau verbunden. Während der Bauzeit werden die Stellplätze auf einem derzeit im Bau befindlichen Ausweichparkplatz in Haunerting untergebracht.

Mit dem Hinweis auf die Übernahme sämtlicher Kosten der Planungsänderung seitens der Firma stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Änderung des Bebauungsplans nach dem Entwurf des Planungsbüros Zeller & Romstätter aus Traunstein, der bereits mit der zuständigen Abteilung im Landratsamt abgestimmt wurde.

Für ein noch unbebautes Grundstück an der Jakob-Eder-Straße im Bereich des Bebauungsplans »Siegsdorf-West« lag eine Bauvoranfrage für ein versetzt angeordnetes Doppelhaus mit jeweils einer Doppelgarage vor. Die beiden Haushälften sollen um drei Meter versetzt jeweils 10 mal 8 Meter groß werden, die Garagen sind mit 6 mal 8 und 7 mal 6 Meter geplant. Das 832 Quadratmeter große Grundstück würde geteilt, wobei die westliche Hälfte dann 426 und die östliche 406 Quadratmeter groß würde.

Im Bebauungsplan sind Baugrenzen für ein Wohnhaus mit 12 mal 10 und eine Garage mit 5 mal 7,5 Meter eingetragen. Der Bauwerber wollte nun klären, ob das Vorhaben trotz Überschreitung der Baugrenzen und der späteren Grundstücksteilung über eine Befreiung von den Festsetzungen erteilt werden kann oder ob ein Änderungsverfahren nötig wird. Im Hinblick auf die Bebauung der umliegenden Grundstücke und die bereits auf den Nachbargrundstücken genehmigten Befreiungen könnte sich der Gemeinderat eine Befreiung durchaus vorstellen und stellte diese auch in Aussicht.

Hauserweiterung für zwei Generationen

Ebenfalls im Bebauungsplan »Siegsdorf-West« soll ein Wohnhaus zum Teil abgerissen und leicht verändert wieder aufgebaut sowie das gesamte Dachgeschoß erneuert und aufgestockt werden. Die dabei entstehende zweite Wohnung will die Antragstellerin nutzen, das Erdgeschoß würde weiterhin von den Eltern bewohnt.

Bauausschuss und Gemeinderat sahen die Anhebung des Dachs und den Einbau der zusätzlichen Wohnung als sinnvolle Nachverdichtung der Bebauung an der Hochgernstraße, wiesen aber ausdrücklich darauf hin, dass mit der Anhebung kein zusätzliches Vollgeschoß entstehen darf.

Nachdem auch die vier geforderten Stellplätze nachgewiesen sind und die Nachbarn dem Vorhaben bereits zugestimmt haben, wurde eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans einstimmig befürwortet. FK