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Brücke in Gaden muss neu gebaut werden

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Idyllisch gelegen, aber marode: die Brücke in Gaden. Jetzt muss sie neu gebaut werden. (Foto: Eder)

Waging am See – Die Brücke in Gaden muss abgerissen und neu gebaut werden. Wegen ihres schlechten Zustands hat dies der Waginger Gemeinderat beschlossen. Der Neubau wird die Gemeinde voraussichtlich mit etwa 190 000 Euro belasten. Nach Auskunft des gemeindlichen Bautechnikers Franz Fenninger sollen die Bauarbeiten Anfang September beginnen und könnten damit bis Ende November beendet sein.


Der Zustand der Brücke in Gaden wird seit Jahren als so schlecht eingeschätzt, dass ein Neubau unvermeidlich ist. Die Tragfähigkeit ist bereits beschränkt worden. Schon bei der im Juli 2010 durchgeführten Hauptprüfung waren erhebliche Mängel, insbesondere am Überbau, festgestellt worden. Da der Neubau der Brücke vom Freistaat Bayern gefördert wird, ergibt sich für die Gemeinde ein gleich hoher Kostenanteil wie bei einer Sanierung. Der entscheidende Vorteil dabei sei aber, »dass wir danach eine neue Brücke haben, die 40 Tonnen Traglast ermöglicht und für lange Zeit die Aufgaben mit wenig Unterhaltsaufwand erfüllt«, wie Fenninger feststellt.

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Nach der aktuellen Kostenberechnung der Gemeinde liegen die Gesamtkosten für eine neue Brücke bei brutto gut 370 000 Euro. Die Gemeinde hat sich unter Einschaltung des Staatlichen Bauamts mit Erfolg um eine Förderung bemüht: Inzwischen ist von der Regierung von Oberbayern eine Förderung von rund 180 000 Euro zugesagt worden. So bleibt für die Gemeinde ein Kostenanteil von voraussichtlich rund 190 000 Euro.

Das Hauptproblem der alten Brücke, deren Alter niemand so genau weiß, liegt sowohl an der unzureichenden Tragfähigkeit als auch am schadhaften Beton der tragenden Teile. Verbauter Bewehrungsstahl liegt bereits frei und ist deutlich korrodiert.

Das war auch der Grund für die Herabsetzung der Traglast; diese war im heurigen Frühjahr auf 3,5 Tonnen reduziert worden. Eine Untersuchung der Brücke hatte ergeben, dass nach einer Sanierung lediglich eine maximale Traglast von 12 Tonnen erreicht werden könnte, bei einem Neubau aber von 40 Tonnen – und das, zumindest für die Gemeinde, zum gleichen Preis.

Ein weiteres Problem stellt auch der Wasserdurchfluss dar, der mit dem Neubau von etwa 7,50 auf zehn Meter in der Breite und um einen halben Meter in der Höhe vergrößert wird. Aus diesen Gründen hat sich die Gemeinde für einen Neubau entschieden. he