Bildtext einblenden
Die Brücke am Dobelbach in der Nähe des Sägewerks Pletschacher muss dringend saniert werden. (Foto: Caruso)

Brücke am Dobelbach muss saniert werden

Wonneberg – »Um es gleich vorwegzunehmen: Es geht nicht um eine neue Straßenausbaubeitragssatzung«, sagte Wonnebergs Bürgermeister Martin Fenninger auf eine entsprechende Nachfrage in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es gehe um die ähnlich klingende Erschließungsbeitragssatzung. Einhellig beschloss der Rat den Erlass einer Satzung.


»Erschließungsbeiträge werden immer dann fällig, wenn eine Straße zum ersten Mal erschlossen wird«, sagte Bürgermeister Fenninger. Wie bisher und wie in fast allen Gemeinden üblich, entfallen auf den Grundstückeigentümer 90 Prozent der Kosten – und der Rest auf die Gemeinde.

Laut Geschäftsleiter Franz Röckenwagner übernimmt die Gemeinde Wonneberg den Großteil der neuen Bestimmungen der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetags. Groß ändere sich also nichts.

In der Debatte wollten die Räte auch geklärt haben, wie sich der Erschließungsbeitrag bei Eckgrundstücken auswirke, die durch mehrere Ausbaustraßen erschlossen werden. Wie es hieß, behalte man die Ermäßigung für Eckgrundstücke bei, damit es nicht zur Mehrfachbelastung komme. »Das heißt, wenn ein Eckgrundstück an zwei neu hergestellten Straßen liegt, wird jede Straße nur zu zwei Dritteln abgerechnet«, informierte Röckenwagner.

Bürgermeister Martin Fenninger informierte über Aufträge, die der Gemeinderat in nicht-öffentlichen Sitzungen vergeben hat. So erfuhr man nun, dass die Erdarbeiten an der Straße von Plattenberg nach Unterwendling an die Heilmeier Bau GmbH in Teisendorf vergeben wurden.

Zudem soll der südlich des neuen Baugebietes Plattenberg gelegene Kiesweg teilasphaltiert werden. »Mit den entsprechenden Arbeiten haben wir die Firma Traun-Tiefbau GmbH aus St. Georgen betraut«, sagte Fenninger. Das Unternehmen wolle die Asphaltierungen zum Bruttopreis von rund 11 940 Euro erledigen.

Die Vergabepraxis der Gemeinde erlaubt es dem Bürgermeister, Aufträge bis zu einer gewissen Höhe ohne Ratsbeschluss zu vergeben. Davon hat Fenninger auch Gebrauch gemacht und den Einbau einer Holzdecke im neuen Wonneberger Bürgerhaus an die Firma Rohlig aus Waging vergeben. Zudem übertrug er dieser Firma auch Arbeiten, die mit der Verkleidung der Lüftungsanlage verbunden sind.

Außerdem berichtete der Rathauschef, dass die Brücke am Dobelbach in der Nähe des Sägewerks Pletschacher dringend einer Sanierung unterzogen werden muss, um sie in Zukunft noch gefahrlos passieren zu können. Es handelt sich um eine Einfeld-Spannbeton- Plattenbrücke, die eine Stützweite von etwa zehn Meter hat und sich auf zwei Fundamente stützt. »Die Platte, die auf den beiden Widerlagern aufliegt, muss dringend hergerichtet, abgedichtet und neu asphaltiert werden.« Das sei das Ergebnis einer ersten Begutachtung. Allerdings sei erst im nächsten Jahr angedacht, den entsprechenden Planungsauftrag zu erteilen und eine Ausschreibung vorzunehmen. »Heuer passiert also noch nichts.«

Darüber hinaus ließ Fenninger wissen, dass die Gemeinde Wonneberg insgesamt 7838 Euro aus dem Regionalbudget für Einrichtungsgegenstände im neuen Bürgerhaus erhält. »Damit hat das Amt für Ländliche Entwicklung uns alles genehmigt, was wir über unsere Arbeitsgemeinschaft 'Zukunftsregion Rupertiwinkel', beantragt hatten«, freute sich Fenninger über die Fördersumme.

Gemeinderat Christian Schnellinger bat, dass sich die Vereine bezüglich des Unterbringens der Fahnenschränke, was im Untergeschoß des Bürgerhauses neben dem Jugendraum vorgesehen ist, abstimmen mögen. Abschließend verwies der Bürgermeister auf die Bürgerversammlung am 7. Juni im Gasthaus Alpenblick in Weibhausen. Dies sei auch eine gute Gelegenheit, Fragen zum geplanten Mobilfunkmasten zu stellen, denn ein Ansprechpartner der Telekom sei vor Ort.

ca

Mehr aus der Stadt Traunstein