weather-image
30°

BRK Teisendorf und Laufen künftig vereint

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Bereitschaftsleiterin Kathi Kraller (Mitte) und Constanze Jäckel (rechts) ehren Christa Glaser für 35 Jahre in der Bereitschaft. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Die Bereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) aus Teisendorf und Laufen haben sich zusammen getan: »Laut Satzung hat Laufen zu wenig Mitglieder für eine eigene Bereitschaft, und wir suchen dringend Personal«, berichtete die Teisendorfer Bereitschaftsleiterin Kathi Kraller beim Jahresrückblick im BRK-Heim. »Uns so haben wir uns zusammengeschlossen, und ich denke, es haut gut hin«, so Krallers bisheriges Fazit.


Seit September bilden die aktiven Laufener Rotkreuz-Mitglieder eine Ortsgruppe in der BRK-Bereitschaft Teisendorf. Mit jeweils zwölf Personen sicherte beziehungsweise sichert die so personalmäßig erweiterte Teisendorfer Bereitschaft die beiden Faschingszüge in Teisendorf und Laufen ab. Vorher galt es, eine »Gefahrenanalyse« zu erstellen. Aus den Rahmenbedingungen wie der prognostizierten Besucherzahl von jeweils 6000 errechnet sich der Bedarf an Sanitätern.

Anzeige

Die Bereitschaft Teisendorf zählt derzeit (ohne Laufen) laut Kathi Kraller 23 Aktive und sieben Inaktive, die ihren »wohlverdienten Rot-Kreuz-Ruhestand« genießen. Dazu kommen 17 Mitglieder des »Arbeitskreises«, kurz AK. Dieser kümmert sich um die Mittelbeschaffung, unterstützt die Blutspende-Aktionen, bastelt für den Christkindlmarkt und übernimmt soziale Aufgaben wie die Asylbewerber-Betreuung oder die Versorgung mit Tee bei Unfällen.

Insgesamt wurden 2084 freiwillige Stunden geleistet. 462 Stunden entfielen auf Ausbildung, 399 auf Sanitätsdienste und 387 Stunden lang wurden Asylbewerber in Urwies oder Freilassing betreut. Für Mittelbeschaffung, vor allem mit Hilfe des Loswagens, waren die Rotkreuzler 284 Stunden unterwegs. Auf 395 Stunden summierten sich die Versammlungen und Besprechungen. Sonstige Aktivitäten, zum Beispiel der Andreasmarkt oder die Altkleidersammlung, verursachten 157 weitere, freiwillige Stunden.

Mindestens einmal im Jahr gibt es im BRK-Heim ein »Ramadama«, bei dem das Material geputzt, gesichtet und aufgeräumt wird. Constanze und Gerhard Jäckel organisierten im August eine hausinterne Ausbildung. Voll des Lobes war Kathi Kraller über das Engagement der drei Neumitglieder Verena Haidenthaler, Benjamin Mittermeier und Michael Schönmeier, die zusammen mit Lukas Haidenthaler aus der Bereitschaftsjugend den Grundlehrgang Betreuungsdienst absolvierten. Michael Schönmeier und Benjamin Mittermeier seien auch noch nach Inzell zum Lehrgang Sicherheit und Technik sowie nach Ainring zum Lehrgang Information und Kommunikation gegangen. An drei Wochenenden hätten sich die drei Neumitglieder an der Grundausbildung Sanitätsdienst beteiligt, Verena Haidenthaler als Beste in der schriftlichen Prüfung. »Und auch in der praktischen Prüfung war Teisendorf hervorragend«, betonte Kraller. Michael Schönmeier habe dann auch noch den Truppführerlehrgang absolviert und dürfe jetzt Sanitätseinsätze leiten. Als einzige Bereitschaft im Kreisverband habe Teisendorf 2015 vier Mitglieder bei der Ausbildung von »Alltagsbegleitern« gehabt, ergänzte Kraller.

In ihrer Vorschau erwähnte die Teisendorfer BRK-Chefin den großen Sanitätsdienst Anfang September bei der 150-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Markt Teisendorf. Die Bereitschaft werde sich wieder beim Ostermarkt und Andreasmarkt präsentieren; dazu komme heuer wieder der Christkindlmarkt. Der Jahresausflug führt am 7. und 8. Mai zum Rothbacher Hof nach Bodenmais.

Geehrt wurden die Bereitschaftsmitglieder Christa Glaser für 35 Jahre, Matthias Graspointner für 30 Jahre sowie Maria Häusl und Ludwig Würnstl für jeweils 25 Jahre. AK-Mitglied Josef Stief wurde für fünf Jahre Treue geehrt. Ein Dankeschön sagte Kathi Kraller auch an Anni Gerhartsreiter, die das BRK-Heim viele Jahre gereinigt hatte und nun verabschiedet wurde, der Fahnenabordnung, Rosi Mayer für die Behindertenarbeit, Liesi Plener für die Mittelbeschaffung, Dr. Michael Eisert und Familie Jäckel. Hans Maier schilderte noch lebhaft die Aktivitäten des Seniorenstammtischs der ehemaligen Aktiven. vm