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Briefwahl: Diesmal ist der Ansturm »verhalten«

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Mit diesem Zettel kann man die Briefwahlunterlagen für den Bürgerentscheid anfordern. Bisher haben diese Möglichkeit nicht sehr viele genutzt. (Foto: Brenninger)

Traunstein. Die Bürger der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land sowie München und Garmisch-Partenkirchen haben es in der Hand: Sie entscheiden am Sonntag beim Bürgerentscheid darüber, ob sich München für die Olympischen Winterspiele 2022 bewerben soll.


Während es bei den Landtags- und Bundestagswahlen vor einigen Wochen noch einen Ansturm auf die Briefwahl gab und in vielen Gemeinden und Städten kurzfristig gar die Unterlagen dafür ausgingen (wir berichteten), ist die Nachfrage für die Briefwahl beim Bürgerentscheid nun wesentlich geringer. Das zeigt eine Umfrage des Traunsteiner Tagblatts unter einigen Gemeinden und Städten.

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»Wir haben gut die Hälfte weniger Briefwähler als bei den Landtags- und Bundestagswahlen«, sagt Arnold Peresich, Wahlbeauftragter der Stadt Traunstein. Bis gestern Vormittag haben in Traunstein 1417 Wahlberechtigte die Briefwahlunterlagen beantragt, das sind 9,15 Prozent. »Die Nachfrage ist also eher verhalten«, sagt er. »Ich glaube auch nicht, dass die nächsten Tage noch viele kommen werden«, betont er.

Auch in der Stadt Traunreut bestätigt sich dieser Trend. Rund 700 Wahlberechtigte – also rund vier Prozent – haben bisher lediglich Briefwahl beantragt, informiert Werner Arndt, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Traunreut. »Es wird auch in den nächsten Tagen nicht erheblich zunehmen«, glaubt er.

»Es bewegt sich alles im normalen Rahmen«, bestätigt auch Angelika Kühnhauser, Leiterin des Siegsdorfer Ordnungsamtes. Bisher haben rund neun Prozent der Abstimmungsberechtigten die Briefwahlunterlagen angefordert. »Wir rechnen damit, dass es noch zehn Prozent werden«, fügt sie hinzu. Damit reichen die Briefwahlunterlagen diesmal wie in den anderen Gemeinden auch leicht aus. »Wir haben diesmal noch ein Depot«, sagt sie.

Die vergangenen Tage sei die Nachfrage nach den Briefwahlunterlagen ein wenig gestiegen, sagt Brigitte Reiter vom Einwohnermeldeamt der Marktgemeinde Teisendorf. »Aber bisher war's noch nicht sehr mächtig«, fügt sie hinzu, »und gar kein Vergleich zu dem Ansturm bei der Landtags- und Bundestagswahl.« 574 der 7410 Wahlberechtigten hatten bis gestern Mittag Briefwahlunterlagen beantragt.

Der Ansturm auf die Briefwahlunterlagen in Ruhpolding ist laut Geschäftsleiter Norbert Wagner »doch deutlich«, allerdings natürlich nicht vergleichbar mit dem Ansturm bei der Landtags- und Bundestagswahl. Rund 700 Briefwähler sind bisher registriert. Ob es die nächsten Tage noch recht viel mehr werden, »kann ich nicht beurteilen«, sagt er.

Laut Mitteilung des Traunsteiner Landratsamts haben übrigens bisher 9893 der 139 664 Abstimmungsberechtigten im Landkreis Traunstein Briefwahl beantragt. Das sind 7,08 Prozent. Spitzenreiter ist dabei die Gemeinde Reit im Winkl. Hier haben sich bisher 13,6 Prozent der Wahlberechtigten für die Briefwahl entschieden. Eine Sonderseite zum Thema »Bürgerentscheid Olympia 2022« finden Sie auf Seite 15 dieser Ausgabe. SB

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