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Lisbeth Genghammer und ihre lebhafte Truppe aus der musikalischen Früherziehung erfreuten die Besucher beim Jahreskonzert in Siegsdorf. (Foto: Krammer)

Siegsdorf. Die ganze Bandbreite ihres umfangreichen Angebotes präsentierte die Musikschule Inzell (MSI) beim Jahreskonzert im vollbesetzten Siegsdorfer Festsaal. Musikschulleiter Heinrich Albrecht und seine Kollegen hatten aus ihren mehr als 500 Schüler einen repräsentativen Auszug aller Leistungsstufen und Instrumentalrichtungen zusammengestellt und zeigten die musikalische Entwicklung von der Früherziehung bis hin zum ausgereiften Ensemble.


Besonders freute sich Albrecht über die positive Entwicklung der Bläserklassen in Siegsdorf und Inzell sowie der Inzeller Streicherklasse. Die 25 Bläser der vierten Klassen aus Siegsdorf eröffneten dann auch den Abend unter der Leitung ihres Ausbilders Sylvester Dufter mit einigen Melodien und machten dann die Bühne frei für Lisbeth Genghammer und ihre lebhafte Truppe aus der musikalischen Früherziehung. Hier war deutlich erkennbar, wie viel Freude es den Kindern macht, in spielerischer Form die Grundelemente der Musik kennenzulernen. Stolz präsentierten sich auch die Bläserklasse aus Inzell und die erst seit Februar aktive Streicherklasse sowie die Siegsdorfer Flötengruppe, die ebenfalls unter dem Oberbegriff Klassenmusizieren gedeiht.

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Mehr als 100 Gitarrenschüler sind derzeit an der MSI gemeldet. Vier von ihnen gefielen mit flotten Melodien unter ihrem Lehrer Andreas Maier als Ensemble. Die MSI hat eine bewusste Entwicklung zu allen Stilrichtungen der Musik durchlaufen, neben der Klassik, die von einem Streichorchester unter Veronika Vajda und einem Violin-Solo von Stefanie Alf eindrucksvoll demonstriert wurde, und der Popularmusik, ist die Volksmusik nach wie vor ein Herzstück der Ausbildung.

Ein Harfenduo und eine Harfengruppe von Stefanie Weiß, eine Ziachsolistin und eine Stubenmusi zeugten vom komplexen Umfang der volksmusikalischen Ausbildung ebenso wie die sieben jungen Ziachbuam von Hermann Huber und die Gruppe der »Bernauer Lausbuam« die mit Ziach, Harfe und Posaune bereits den »Traunsteiner Lindl« gewonnen haben.

Die enge Verbindung von Klassik und Volksmusik wurde in den Beiträgen von Maria Hundmayer an der Konzertharfe, Anna Lena Seitz am Klavier, Stefan Albrecht mit dem Bariton sowie Julia und Lena Abstreiter mit Violine und Viola deutlich. Die Umbauphasen auf der Bühne nutzte Schulleiter Heinrich Albrecht zu Erklärungen über die Ausbildung. Er freute sich dabei auch über das »Herzblut« seiner Lehrkräfte, die mit Engagement an ihre Aufgaben gehen und »die Musik auch leben«. Patrik Pföß und Pit Fischer, Sabine und Bernhard Kübler, Tobias Bauer und Tim Blagrave oder auch Silke Eichhorn stehen neben vielen anderen für Freude an der Musik und fundierte musikalische Grundlagen.

Die Leprechaun Players, Martin Krammer mit einem beeindruckenden Gesangsvortrag und eine von Tobias Bauer neu zusammengestellte Band, die mit guter Instrumentenbeherrschung und starkem Gesang imponierte, beschlossen das Jahreskonzert musikalisch. Heinrich Albrecht drückte abschließend die Hoffnung aus, dass bei einigen Schülern die Musik auch einmal zum Lebensinhalt werden könne und dankte den Eltern, die viel Zeit und auch Geld für die Ausbildung investieren, für die Chance »der Musik näher zu kommen«. FK