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Breitbandausbau in Winkl und Erlstätt auf der Zielgeraden

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Grabenstätt. Die Voraussetzungen für schnelleres Internet in den Grabenstätter Ortsteilen Winkl und Erlstätt waren bereits im vergangenen Herbst mit den Tiefbauarbeiten und der Verlegung von Glasfaserleitungen geschaffen worden (wir berichteten). Auch die örtlichen Schaltkästen sind mittlerweile mit aktiver DSL-Technik ausgestattet. Für Irritationen sorgte nun aber eine Pressemitteilung der Deutschen Telekom, denn anders als darin behauptet, kann man die schnelleren DSL-Anschlüsse für den Ortsteil Winkl aktuell noch nicht buchen.


Wie die Telekom auf Nachfrage mitteilte, bedürfe es intern noch eines abschließenden technischen Prüflaufes, bei dem die individuell verfügbaren DSL-Geschwindigkeiten für jeden Haushalt ermittelt werden sollen. Erst danach erfolge die Freigabe für den Vertrieb. Das heißt auch, dass die Telekom entsprechende Aufträge für schnellere Breitbandanschlüsse erst im Laufe des ersten Quartals entgegennehmen wird. »Die Gemeinde wird jedenfalls umgehend informiert, sobald die DSL-Anschlüsse buchbar sind«, hieß es aus dem Rathaus. Die betroffenen Bürger müssten ihren Breitbandanschluss aber unbedingt bei der Telekom anmelden, die Umstellung laufe nämlich nicht automatisch.

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Auch im Ortsteil Erlstätt sind nun alle Ausbauschritte abgeschlossen. Mit der Breitband-Inbetriebnahme kann hier bis Ende März gerechnet werden. Die dort »unvorhersehbar aufgetretenen Schwierigkeiten« hätten sich nach Angaben der Telekom deswegen ergeben, weil »hier bestehende Hausanschlüsse im Ortskern seinerzeit kompliziert verschaltet wurden und das Leitungsnetz fehlerhafte Signale lieferte«. Erst wenn diese Störungen abschließend behoben seien, könne das neue DSL-Netz in Betrieb gehen. Dies sei auch der Grund, warum in Erlstätt vorsorglich noch Revisionsgruben offen gehalten werden, erklärt die Telekom.

Die Bauarbeiten in Erlstätt waren in den vergangenen Monaten immer wieder ins Stocken geraten und riefen den Unmut vieler Bürger hervor. Da teilweise sogar Probleme mit der Telefonverbindung aufgetreten sind, sprach Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer (Bürgergruppe Erlstätt) in der jüngsten Gemeinderatssitzung von einem »ziemlich komischen Gewerk«.

Wenn alle Prozesse abgeschlossen sind, werden in den Ortsteilen Winkl und Erlstätt Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde erreicht. Die Internetgeschwindigkeit hänge allerdings davon ab, wie nahe der Kunde am nächsten Knotenpunkt beziehungsweise Verteiler wohne, so der gemeindliche Breitband-Pate und Rathausmitarbeiter Peter Lex. Dies erkläre sich dadurch, dass die herkömmliche Telefonleitung aus Kupfer, über die der Datenstrom geschickt werde, das Signal Meter um Meter dämpfe. Ab einer Entfernung von rund fünf Kilometern komme auch das stärkste Signal nicht mehr durch, betont Lex.

Neben den Glasfaserzuführungen zu den Verteilern musste die Deutsche Telekom auch entsprechende Technik umrüsten, um über 300 Haushalte in den Ortsteilen Winkl und Erlstätt mit schnellerem Internet versorgen zu können. Wie Bürgermeister Georg Schützinger bei der jüngsten Gemeinderatssitzung mitteilte, müsse man in Kraimoos, Tettenmoos, Zeiering oder auch Eckering noch deutlich länger auf schnelleres Internet warten als in Winkl und Erlstätt. »Ohne Förderung werden wir dort bis auf Weiteres nichts machen können«, bedauerte das Gemeindeoberhaupt. mmü