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Breit gefächertes Können bewiesen

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Ein brillantes Frühjahrskonzert spielte die Musikkapelle Surberg-Lauter unter der Leitung von Markus Zoff. (Foto: Buthke)

Surberg. Zum 15. Mal hielt die Musikkapelle Surberg-Lauter unter der Leitung von Markus Zoff ihr Frühjahrskonzert in der voll besetzten Surtalhalle ab. Wie schon in den vergangenen Jahren zeigte auch die Jugendkapelle Surberg einige Proben ihres bereits beachtlichen Könnens. Die Leitung hatte Tamàs Puskàs. Die Ansage übernahmen der Vorsitzende des Vereins der Musikkapelle, Bürgermeister Josef Wimmer und der Trompeter Sepp Löx.


Das Konzert eröffnete der Musikernachwuchs mit einem Medley der Filmmusik aus dem Film »Wickie und die starken Männer«, ein Arrangement von Stefano Conte. Das zweite Stück der Jugendkapelle Surberg war »Moon River«. Komponiert hat das 1962 mit einem Oscar preisgekrönte Stück Henry Mancini. Zusammen mit der Musikkapelle Surberg-Lauter spielten die jungen Musiker abschließend den Marsch »Dir zum Gruß« des Komponisten Sepp Neumayr aus Kleinarl im Pongau.

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Ihr Konzert begannen die »großen« Musikanten aus der Gemeinde Surberg mit dem »Marsch der neuen Böhmischen Blasmusik«, den der Musikdirektor des Musikvereins Ehingen, Franz Watz, komponiert hat. »Mal dárek« (Kleines Geschenk) war der Titel des Walzers von Mark Sven Heidt, Dirigent der Kur- und Trachtenkapelle Sasbachwalchen im Schwarzwald.

Weiter ging es mit der Burgstallberg-Polka. Komponist ist Gerald Servit von der Kapelle »Vindemia« (lateinisch: Weinlese) aus Staatz im österreichi-schen Weinviertel. »Max und Moritz« war der Titel der folgenden Solopolka. In diesem Fall hießen sie allerdings Manfred (Biermaier) am Flügelhorn und Wolfgang (Wimmer) am Tenorhorn. Geschrieben hat das Stück Guido Henn, Konzertmeister beim Luftwaffenmusikkorps in Karlsruhe.

Einen bunten Strauß mit Werken von Vater Johann Strauss sowie seinen Söhnen Johann und Josef war in der Melodienfolge »Hofkonzert mit Strauss« zu hören, die Franz Watz arrangiert hat. Gespielt wurden »Radetzkymarsch, »Feuerfest-Polka«, »Rosen aus dem Süden«, »Annen-Polka«, »An der schönen blauen Donau«, »Unter Donner und Blitz« sowie »Wiener Blut«. In die Pause verabschiedete sich die Musikkapelle Surberg-Lauter mit dem Konzertmarsch »Salemonia« des zeitgenössischen Komponisten und Arrangeurs Kurt Gäble.

Das moderne, brillante Eröffnungsstück zur zweiten Runde des Frühjahrskonzerts »Celebration Overture« hat der Niederländer Cornelius »Kees« Vlak 1999 zur Verabschiedung des zweiten und zum Willkommen des dritten Jahrtausends komponiert. Es folgte »Nocni Slzy« (Nächtliche Tränen) von Miroslav Kolstrunk junior. Das Trompetensolo in dem Stück spielte Hannes Mösenlechner mit Bravour. Filmmusik aus so bekannten Italowestern wie »Spiel mir das Lied vom Tod« war in dem Medley »Moment für Morricone« verarbeitet. Der gebürtige Römer Ennio Morricone hat Filmmusik für über 500 Filme komponiert. Er war übrigens Klassenkamerad des weltberühmten Regisseurs Sergio Leone.

Den »Drina-Marsch« schrieb der jugoslawische Komponist, Dirigent und Operndirektor Stanislav Binicki 1915. Die Musikkapelle Surberg-Lauter spielte ein Arrangement von Rolf Schneebiegl, Gründer und Leiter der »Schwarzwaldmusikanten«. Das Konzert endete offiziell mit der Polka »Kmotrenka« (Morgenblüten) von Antonin Zvacek. Die restlos begeisterten Zuhörer entließen die Musiker natürlich nicht, ohne sich eine Zugabe »erklatscht« zu haben. Gespielt wurde noch die Kuschel-Polka von Peter Schad, der die »Oberschwäbischen Dorfmusikanten« gegründet hat. Die Blasmusik verdankt ihm über 100 Polkas, Märsche und Walzer. Den Schlusspunkt bildeten die »Böhmischen Musikantengrüße« von Guido Henn. Bjr