weather-image
14°

»Bravo«-Rufe für die Musikanten

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Einen facettenreichen Einblick in ihr großartiges musikalisches Repertoire gab die Musikkapelle Grabenstätt beim ersten Standkonzert des Jahres im Grabenstätter Schlosshof. (Foto: M. Müller)

Grabenstätt. Das erste von insgesamt vier Standkonzerten der Musikkapelle Grabenstätt hat über 70 Besucher, darunter auch einige Urlauber, in den malerischen Schlosshof gelockt. Die dunklen Regenwolken hatten sich rechtzeitig verzogen, als die Kapelle unter der Leitung von Christian Bergmann den Sommerabend mit dem Konzertmarsch »Hyperion« eröffnete.


Auch die folgende Bravour-Polka »Das ist mein Leben« stammte aus der Feder des Musikers, Komponisten und Arrangeurs Franz Watz, dem man später mit dem Marsch »Sankt Petersburg« noch einmal die Ehre erweisen sollte. Unterhaltsam durch den Abend führte Franz Klauser, der die Lacher mit seinen humorvollen Überleitungen stets auf seiner Seite hatte. Zwar musste Klauser mit seinem Tenorhorn öfters solo spielen, als ihm lieb war, doch dafür stand mit der »Ellwangen Polka« auch sein Lieblingsstück auf dem Programm.

Anzeige

Neben einer Reihe von Märschen und Polkas durfte natürlich ein Walzer nicht fehlen, den der Ansager schmunzelnd als »etwas ganz Besonderes« ankündigte. Nicht nur der abwechslungsreiche »Mariechen Walzer« kam sehr gut an, sondern auch die flotte »Tritsch-Tratsch-Polka«, die schwungvolle »Willkommen-Polka« und die »Morgenblüten-Polka«, eine der schönsten mährischen Polkas.

Einen Kurzausflug nach Spanien unternahm man mit »El Cortado«. Mit dem Soundtrack des Filmklassikers »Die glorreichen Sieben« brachten die Musikanten nicht nur die Western-Fans ins Schwärmen. Die klanggewaltige Darbietung wurde sogar mit »Bravo«-Rufen bedacht.

Das gefühlvolle Stück »What a wonderful world«, bei dem Simon Haitzer als Solo-Flügelhornist brillierte, schien sogar den Schwalben zu gefallen, die bei ihren Rundflügen über den Schlosshof ungeahntes musikalisches Talent bewiesen. »Damit können wir aber nicht aufhören, einen Marsch müssen wir schon noch spielen«, appellierte Klauser an die Besucher, die sich freilich auch ohne seine Aufforderung eine Zugabe erklatscht hätten. Und so setzte man mit dem »Florentiner Marsch« einen stimmungsvollen Schlusspunkt. mmü