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Brauhaus mit Gastronomie und Beherbergung

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Die Außenansicht von der Staatsstraße aus. Sie zeigt die geplante Neugestaltung des ehemaligen Unterwirts, von links das neue Brauhaus, in der Mitte die neu gestaltete Gaststätte und rechts den Eingangsbereich zum Saal. (Entwurf: Brüderl)

Chieming – Der Gewölbesaal im Heimathaus war voll besetzt, denn viele Chieminger, wie auch der Gemeinderat erwarteten in der jüngsten Sitzung des Gremiums mit großer Anspannung die Vorstellung von Architekt Georg Brüderl und dem neuen Besitzer des Unterwirtes, der Chiemgauer Brauhaus GmbH, vertreten durch Geschäftsführer Dirk Steinebach, zur Neugestaltung des Unterwirts.


Georg Brüderl sagte dazu, dass es anders als bei der früheren Planung keine massiven Bauprojekte geben wird. Auch sei nicht mehr der Abriss des gesamten Areals geplant. »Alles wird kleiner und schnuckeliger«, so Brüderl weiter. »Wir wollen die bestehenden Gebäude bis auf ein altes Nebengebäude in ihrer Baumasse erhalten«. So soll das bisherige Restaurant eine neue Fassade erhalten, im Innenbereich modernisiert werden, die Küche soll saniert, Toiletten sollen im Erdgeschoß gebaut werden und die Gaststätte ein neues Dach erhalten.

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Auch weiterhin werde es den Saal geben, der neu gestaltet wird und bei Bedarf für die gastronomische Nutzung mit verwendet werden soll. Abgerissen wird ein altes Nebengebäude, in dem derzeit noch die Metzgerei ist, die es dann dort nicht mehr geben wird. In dem Neubau wird als Brauhaus eine Hausbrauerei mit einem Ausschankbereich entstehen. Ein weiteres Nebengebäude wird saniert. Es wird dann als Gästehaus Verwendung finden und bis zu 39 Zimmer haben. Insgesamt werden es 57 Zimmer sein. »57 Zimmer insgesamt für Gäste sind an diesem Standort ortsverträglich«, stellte Gemeinderat Heinrich Hunglinger (SPD) fest. Brüderl sagte weiter, er und der Geschäftsführer der Chiemgauer Brauhaus GmbH, Dirk Steinebach, hätten darauf geachtet, dass alles barrierefrei gestaltet sein werde, alle energetischen Vorgaben erfüllt würden wie auch der Brandschutz und Maßnahmen für die Rettungswege. Vom Parkplatz aus sei der Biergarten durch ein Tor erreichbar, Bäume und der Garten blieben erhalten. Künftig werde es kein Keller-WC mehr geben, auf dem Gelände des Anwesens werde es 78 Parkplätze geben.

Steinebach betonte, das Brauhaus mit Gastronomie- und Beherbergungsbetrieb am Ostufer des Chiemsees sei sehr wichtig – es sei eine Bereicherung und Belebung für Chieming und die Region. Er hoffe auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Auch Vereine seien stets willkommen, versprach er.

Elisabeth Heimbucher (Bündnis 90/Grüne) fragte, wie lange die Bauarbeiten dauern werden. Steinebach antwortete, die Fertigstellung des Vorhabens erwarte er Ende 2016. Der Gemeinderat sprach sich letztlich einvernehmlich für den vorgestellten Entwurf aus und billigte auch einstimmig den Vorbescheidantrag. OH