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Brauerei Wieninger in Teisendorf feierte ihr 350. Bestehen

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Interessant war im Rahmen der 350-Jahr-Feier der Brauerei Wieninger auch der Handwerker- und Bauernmarkt auf dem Brauereigelände, wo altes Handwerk gezeigt und Handgemachtes feilgeboten wurde. (Foto: W. Huber)

Teisendorf – Eine ganze Woche lang haben die Teisendorfer jetzt gefeiert: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Teisendorf und 400 Jahre königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Teisendorf. Doch was wären all diese Festlichkeiten, wenn es dazu nicht das richtige Getränk gäbe. Zuständig dafür ist in Teisendorf die Brauerei Wieninger und auch die feiert in diesem Jahr einen besonderen Geburtstag: 350 Jahre. Aus diesem Anlass fand zum Abschluss der Festwoche in Teisendorf noch ein Tag der offenen Tür in der Brauerei statt, verbunden mit einem Handwerker- und Bauernmarkt.


Begonnen hat alles vor 350 Jahren, als am 28. März 1666 der Salzburger Erzbischof Guidobald Graf von Thun das Schaidinger Brauhaus in Teisendorf erwarb. Dem Kauf vorausgegangenen waren längere Streitereien zwischen Kardinal Guidobald und dem Teisendorfer Tobias Schaidinger, der damals bereits Weißbier braute. Nur wenigen Monaten nach dem Kauf wurde wieder Weißbier gebraut. Zwei Wochen später war kein »WaizenPier« mehr vorhanden und es haben bereits »vill Leith uf ein neues fürbestellet«, so steht es in den Urkunden. Der aus dem Bayerischen Wald stammende Philipp Wieninger übersiedelte im Februar 1813 nach Teisendorf und übernahm die Brauerei. Seitdem geht die Brauerei in der 7. Generation vom Vater auf den Sohn über.

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Heute sind Christian und Stefan Wieninger die Ansprechpartner in der Brauerei, die mit 110 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Teisendorf und auch ein großer Förderer und Unterstützer der heimischen Vereine und Organisationen ist.

Zur Feier »350 Jahre Braustätte in Teisendorf« lud die Brauerei nun zu einem Tag der offen Tür ein, bei dem die Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich das gesamte Brauhaus vom Sudhaus über den Gärkeller bis zum Lagerkeller anschauen konnten. Braumeister Bernhard Löw hat zu diesem Anlass extra drei neue Biere kreiert, die natürlich verköstigt wurden.

Während in der Brauerei über das Bier gefachsimpelt wurde, konnten sich die Besucher auf dem Brauereigelände am Handwerker- und Bauernmarkt erfreuen. Gleich am Eingang waren zwei Schmiede zu finden, die mit ihrer Esse Eisen erhitzten und schöne Gegenstände daraus formten, daneben war ein Eisstockdreher. Auch ein Büchsenmacher war da, der für Böller aller Größen das Schloss fertigt und Gürtelschließen und Anstecknadeln erstellt. Gut besucht war die historische Apotheke, wo Dr. Fabian Seibert zeigte, wie früher Pillen gedreht und Pechsalbe hergestellt wurden. Es gab auch Stände mit Nudeln, Marmeladen, Honig, Bauernbrot und Wein. Die Gartenbäuerinnen aus der Gemeinde hatten verschiedene Handarbeiten gefertigt, während der Pfarrgemeinderat für Kuchen und Gebäck zuständig war. Fehlen darf bei einem solchen Markt auch die Jägerschaft nicht. Am Stand zeigte ein Motorsägenkünstler feine Kunstwerke, gleich daneben waren echte Holzrechen und deren Ersatzteile zu finden. Und auch zwei Schindelmacher waren fleißig bei der Arbeit.

Damit es den kleinen Besuchern nicht langweilig wurde, gab es ein nostalgisches Karussell, die Größeren konnten auf Ponys reiten oder am Kletterturm klettern. wh