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Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Traundorf

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Siegsdorf. Ein Feuer auf einem ehemals landwirtschaftlichen Anwesen in Traundorf verursachte am Sonntagmittag einen Sachschaden von rund einer Million Euro. Das ehemalige Stallgebäude und ein Nebengebäude wurden ein Raub der Flammen. Das Wohnhaus konnte gerettet werden. In den zerstörten Gebäuden verbrannten zahlreiche Oldtimer, ein dazugehöriges Ersatzteillager, Wohnwägen und auch ein Motorboot. Vieh wurde in dem Hof nicht mehr gehalten. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Kriminalpolizei ermittelt in Richtung Brandstiftung.
Gegen 12.35 Uhr heulten die Feuerwehr-Sirenen rund um Siegsdorf. Ein Großaufgebot von Feuerwehr-Einsatzkräften aus Siegsdorf, Vogling, Eisenärzt, Ruhpolding, Traunstein, Haslach und Vachendorf rückte an, nachdem das Feuer entdeckt worden war. Eine mächtige schwarze Rauchsäule wies den Einsatzkräften den Weg zum Brandort. Bei Eintreffen der ersten Löschtrupps stand das Stallgebäude lichterloh in Flammen. Meterhoch züngelten die Flammen aus dem Gebäude. An ein erfolgreiches Löschen des Feuers in der ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebsstätte war nicht zu denken. Die Löschmannschaften konzentrierten sich deshalb darauf, das Wohnhaus vor den Flammen zu schützen und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Durch den massiven Löscheinsatz der Feuerwehren gelang dies auch. Rund um den Brandherd postierten sich Löschtrupps, ebenso wurde aus Drehleitern Wasser auf die Flammen gespritzt. Wegen des starken Brandrauchs mussten zahlreiche Löscheinheiten Atemschutzgeräte tragen. Auch gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig, vor allem wegen der extremen Hitzeentwicklung durch das gewaltige Feuer. Mehrere Gasflaschen in dem Gebäude explodierten. Auch wurden die Flammen durch Magnesium, Öle, Fette und andere Stoffe, die gelagert waren, stark angefacht, wie Kreisbrandinspektor Unterstein berichtete. Die Einsatzleitung der Feuerwehr Siegsdorf wurde durch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) unterstützt.
Die Dachstühle der beiden betreffenden Gebäude krachten schließlich ineinander zusammen. Das ehemalige Stallgebäude und ein weiteres Nebengebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder. Gegen 15 Uhr konnte die Feuerwehr-Einsatzleitung mitteilen, dass der Brand unter Kontrolle und weitestgehend gelöscht ist.
Aufgrund des starken Brandrauches und damit möglicherweise austretender Schadstoffe wurde auch der Messzug Nord, stationiert bei der Feuerwehr Trostberg, zum Einsatzort beordert. Die Kontrollmessungen der Luft erbrachten jedoch keine Hinweise auf Gefährdungen von Mensch und Tier.
Die Bewohner des von dem verheerenden Feuer betroffenen Anwesens wurden vom Kriseninterventionsteam (KIT) der Malteser betreut. Die Integrierte Leitstelle Traunstein entsandte auch einen Notarzt und Rettungswagen, später eine Schnell-Einsatz-Gruppe des Bayerischen Roten Kreuzes zum Brandort. Die Mitarbeiter des BRK-Rettungsdienstes mussten jedoch nicht eingreifen. Nach ersten Erkenntnissen wurde bei dem Feuer niemand verletzt.
Im Einsatz waren mehr als 200 Feuerwehr-Einsatzkräfte, dazu Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes, der Malteser und der Polizei, die auch einen Hubschrauber für Luftbildaufnahmen an den Einsatzort schickte.
Was genau den Großbrand ausgelöst hat, wollte die Polizei nicht sagen. Brandfahnder der Kriminalpolizei ermitteln allerdings in Richtung Brandstiftung. Denn während der Befragungen der anwesenden Personen verstrickte sich ein Bub in Widersprüche und zeigte sich später geständig. Die weitere Sachbearbeitung wird durch das Fachkommissariat der Kriminalpolizei am Montag fortgesetzt. Weitere Angaben zur Brandlegung wollte die Polizei am Sonntag nicht machen.
Während der Löscharbeiten musste die Staatsstraße 2105 zwischen Traunstein-Haslach und Siegsdorf komplett gesperrt werden. Und auch die Bahnstrecke nach Ruhpolding war gesperrt, da die Feuerwehr über die Gleise eine Wasserleitung aus der Traun zum Brand gelegt hatte.  


In Traundorf, Gde. Siegsdorf brennt derzeit ein landwirtschaftliches Anwesen. Das Gebäude steht in Vollbrand. Derzeit sind alle verfügbaren Eisnatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, Rettungsdienst und Polizei vor Ort.

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Die Brandursache ist aktuell noch völlig unklar.

Die Staatsstraße  2105 ist im Bereich von Traundorf ist total gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet.

 

Es wird nachberichtet.