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Brand einer Lagerhalle – Großübung mit über 120 Mann in Aiging

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Foto: FDLnews/Benje
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Die Spedition Eberl mit Sitz in Aiging bei Traunstein, musste im Rahmen Ihrer jährlichen Unterweisungspflicht auch dieses Jahr wieder eine UVV Schulung für Ihre Mitarbeiter durchführen. Hier kam den Verantwortlichen der Spedition die Idee, das Ganze mal nicht nur in der trockenen Theorie, sondern einfach mal in der Praxis zu schulen.

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So setzte man sich mit der zuständigen Feuerwehr in Nussdorf in Verbindung und es entstand schnell die Idee, hier eine groß angelegte Übung durchzuführen. Während die Verantwortlichen der Spedition Ihre Mitarbeiter schulten, löste plötzlich die Brandmeldeanlage mit einem schrillen Alarmton aus. Jetzt galt es für die Mitarbeiter eben erlerntes in die Praxis umzusetzen.

Während bei der Leitstelle in Traunstein der Alarm einging und diese die zuständige Feuerwehr in Nussdorf alarmierten, mussten die Mitarbeiter das Gebäude verlassen. Für die in solch einen Notfall bestimmten Brandschutzhelfer galt es zunächst am Sammelpunkt die Vollzähligkeit Ihrer Mitarbeiter zu prüfen. Hier wurde rasch festgestellt das 4 Mitarbeiter fehlen. In der Zwischenzeit war bereits das erste Fahrzeug der Feuerwehr aus Nussdorf eingetroffen.

Da die Firma durch eine Brandmeldezentrale abgesichert ist und das weit verzweigte Lagergebäude in unterschiedliche Brandabschnitte eingeteilt wurde, konnte von der Feuerwehr der ausgelöste Brandmelder schnell lokalisiert werden. Bei der Nachschau in dem entsprechenden Bereich wurde dann auch schnell eine Rauchentwicklung festgestellt. Der zuständige Einsatzleiter veranlasste sofort eine Alarmstufenerhöhung auf die Stufe B 4. Diese Alarmierungsstufe bedeutet Großalarm für die umliegenden Feuerwehren. So machten sich die Feuerwehren aus Matzing, Traunwalchen, Traunreut, Wokersdorf, Kammer, Erlstätt und Traunstein auf den Weg nach Aiging.

Zunächst positionierte sich die Einsatzleitung auf dem Gelände, bevor man die angerückten Fahrzeuge, die sich in einem definierten Bereitstellungsraum aufstellten, zu Ihren Stellplätzen dirigierte. Wie in solchen Schadenslagen üblich, hat die Personenrettung oberste Priorität. So machten sich mehrere Atemschutztrupps auf den Weg in das stark verrauchte Gebäude. Zügig konnte die 4 vermissten Personen aufgefunden und gerettet werden. Diese wurden an das BRK, dass sich mit insgesamt 7 Einsatzkräften an der Übung beteiligte übergeben. Anschließend stand das Löschen des Brandes im Vordergrund. Auch diese Aufgabe wurde mit Unterstützung der Drehleitern aus Traunstein und Traunreut gemeistert.

Nach gut 1,5 Stunden konnte die Übung für beendet erklärt werden. Insgesamt waren 121 Feuerwehrmänner und Frauen mit 13 Fahrzeugen an der Übung beteiligt. Das BRK war mit 7 Einsatzkräften einem RTW, einem Fahrzeug der SEG Transport und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.

Auch die Polizei aus Traunstein beteiligte sich mit einem Streifenwagen und 2 Polizisten an der Übung. Zum Schluss gab es noch für alle Beteiligen eine von der Spedition Eberl spendierte Brotzeit. FDLnews/Benje