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Boulderraum in der Achental-Realschule eingeweiht

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Mehrere Kinder und Jugendliche zeigten gleich nach der Einweihung ihr Können an der Boulderwand. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Ein eigener kleiner Raum mit mehreren Boulderwänden in verschiedenen Schwierigkeitsgraden wurde bei einem kleinen Festakt in der Achental-Realschule einge-weiht.


Seit Ende 1999 gab es bereits eine Boulderwand der DAV-Sektion Achental in der Schule, wie der Jugendreferent Peter Parsiegla bei der offiziellen Eröffnung des Raumes erklärte. Damals hatte der DAV die Wand weitgehend aus Eigenmitteln erstellt mit Kosten von 18 500 Mark. Bei einer Sicherheitsüberprüfung im März 2013 stellte sich heraus, dass die Boulderwand nicht mehr den heutigen Sicherheitsnormen genügte, sodass der Betrieb sogleich eingestellt wurde.

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Die Kostenvoranschläge für eine neue Boulderwand beliefen sich auf rund 30 000 Euro, was nicht zu stemmen gewesen wäre, berichtete Parsiegla. So suchten die Kletterer, die unbedingt weiter klettern wollten, nach Alternativen. Mit viel Eigenleistung von Sportkletterern, Handwerkern und Fachleuten wurde schließlich die neue Boulderwand mit Kosten von rund 16 000 Euro aufge-stellt. Die DAV-Sektion Achental stellte 4000 Euro zur Verfügung. Zuschüsse gaben die umliegenden Gemeinden, allen voran Marquartstein in Höhe von 3100 Euro, sowie Unterwössen, Schleching, Staudach-Egerndach und Grassau. Auch das Amt für Kinder, Jugend und Familie im Landratsamt Traunstein habe einen Zuschuss bewilligt, freute sich Parliegla, außerdem gab es Spenden einiger Firmen und Privatleute. Besonders würdigte der Jugendreferent Karl Tonkovic von der DAV-Sektion als Leiter des gesamten Projekts, Alexander Frank, der sein Wissen als Statiker kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, Martin Mayer, der die gesamte Konstruktion am Computer entwickelt hatte und die Unterstützung von Zimmerermeister Heinrich Hafner.

Marquartsteins Bürgermeister Andreas Scheck freute sich, dass die Boulderwand ihren Standort wieder in Marquartstein gefunden hat und so viele freiwillige Helfer Hand angelegt hatten. Er wünschte der Boulderwand viele begeisterte, junge und auch ältere, Benutzer und weiter ein unfallfreies Klettern.

Den Besuchern der Feier boten einige Kinder und Jugendliche sodann Kostproben ihres Könnens. Im Anschluss zeigte Sportkletterer Thomas Rupprecht bei einem begeisternden Vortrag anhand vieler Bilder, was Bouldern, eigentlich »Klettern in Absprunghöhe«, bedeuten kann und wie viele verschiedene Möglichkeiten es dabei gibt. Besonderen Wert legte er darauf, dass ein Aufwärmprogramm vor dem Klettern wichtig ist, um Unfälle zu vermeiden. Die Boulderwand steht den Schulen im Achental im Rahmen des Sportunterrichts und den Mitgliedern der DAV-Sektion zur Verfügung. gi