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Boden im Wertstoffhof soll befestigt werden

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Besonders für Radfahrer gefährlich: Der grobe Schotter an der Staatsstraße in Schönram aus Richtung Laufen kommend. (Foto: Archiv Höfer)

Petting – »Bei Regen und Schnee hast einen Baaz«, lautet eine Klage zum Pettinger Wertstoffhof. Der Containerrand sei zu hoch und das Einfüllen des Grünguts daher beschwerlich, eine zweite. Daran wird die Gemeinde zwar derzeit nichts ändern, jedoch Angebote für eine Bodenbefestigung einholen. Im Herbst will sie einen stetig zuwachsenden Löschteich in Aich ausbaggern.

Ein Fahrsilo anstatt des Containers erschien dem gemeindlichen Bauausschuss nicht sinnvoll, den Container im Wertstoffhof tiefer zu legen und die entstehenden Lücken mit abzudecken zu aufwendig. »Und was tun mit dem einlaufenden Regenwasser?«, fragte Bürgermeister Karl Lanzinger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Dritter Bürgermeister Thomas Stippel bot an, probeweise und kostenlos einen eigenen niedrigeren Container aufzustellen. »Aber ich fürchte, der ist schnell voll«, schränkte er selbst ein. Davon berichtete auch Lanzinger: »In Stoßzeiten ist der große in drei Tagen voll.«

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Roland Krammer fragte, weshalb der volle Container nicht gegen einen leeren getauscht und der Inhalt mit einem Greifarm herausgenommen werde. »Der macht das momentan so«, antwortete Lanzinger, »aber das kann sich wieder ändern.« Zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl relativierte das Problem: »Wer Gartenarbeit leisten kann, kann auch die paar Stufen hinaufsteigen und seine Abfälle einfüllen.« Und »der Franze« helfe selbstverständlich gerne mit.

Blieb noch das Thema Boden und Baaz. Wollte man die Fläche betonieren, wäre der Wertstoffhof drei Wochen außer Betrieb, gab Geschäftsleiter Reinhard Melz zu bedenken. Möglich wäre es, die zu befahrenden Flächen zu asphaltieren und bei den Containern zu pflastern. Melz taxiert die Gesamtkosten dafür auf 30 000 Euro. Dabei würde sich der Landkreis nach einem Kostenvoranschlag beteiligen. Für Franz-Martin Abfalter wäre auch der stellenweise Einsatz von Rasengittersteinen möglich. »Angebote einholen und dann entscheiden«, schloss Andreas Götzinger das Thema.

Der Löschweiher in Aich 2 wächst stetig zu, sein Fassungsvermögen nimmt daher ab. Die Gemeinde plant nun, ihn im Herbst zur Hälfte auszubaggern, denn zur Schonung von Kleinlebewesen will man das Ganze in zwei Etappen erledigen. Der Grundbesitzer ist einverstanden, den Aushub zunächst daneben abzulagern, bis er transportfähig abgetrocknet ist.

Das Neubaugebiet Ringham soll mit Hilfe eines Absetzbeckens im Süden entwässert werden. Von dort läuft das Regenwasser in den Krebsenbach Richtung Wasserbrenner. Bedenken gab es ob der Durchlassrohre mit 80 Zentimeter Durchmesser: Würde das bei Starkregen zu Stau und Überschwemmungen führen? »Nein«, sagt das dazu befragte Ingenieurbüro, genau deshalb gebe es ja ein Regenbecken. »Das dort anfallende Wasser wird ja nicht mehr«, relativierte Andreas Götzinger die Sorge. Falls es wirklich Probleme gebe, könne man immer noch reagieren.

Ein »leidiges Thema« ist für Bürgermeister Karl Lanzinger der Schotterstreifen in Schönram an der Kreuzung aus Richtung Laufen kommend. »Dieser Kies wird nicht fest, weil er zu grob ist.« Radfahrer könnten auf dem Streifen direkt neben dem Asphalt stürzen, Autos und vor allem Lastwagen hinterließen tiefe Spurrillen. »Da schmeißt’s di, da kannst gar ned aus«, bekräftigte zweiter Bürgermeister Ludwig Prechtl. Daneben würden nicht selten Steine auf die Staatsstraße geschleudert und so für Motorradfahrer eine Gefahr bedeuten. Er habe das jedenfalls so noch nie gesehen.

Christian Mayer berichtete von seinem Selbstversuch: Zweimal sei er mit Absicht auf seinem Rad in den Schotter gefahren. »Das geht gar nicht«, musste er erfahren, und bot jedem sein altes Rad zur Nachahmung an.

Auslöser der Kiesaufschüttung sei die Verlegung einer Leitung gewesen, berichtete Andreas Götzinger und fragte: »Was sagt denn die ausführende Firma dazu?« Die fände das so in Ordnung, erklärte Geschäftsleiter Reinhard Melz. Zuständig sei jedoch nicht die Gemeinde, sondern das Staatliche Bauamt in Traunstein. Letztlich kündigte der Rathauschef einen Ortstermin mit Vertretern der Behörde an.

Als »steil und ausg'schwoabt« beschrieb Christian Mayer einen »Radweg« bei Seeberg. Er fragte, ob die Gemeinde dort nicht ein Warnschild aufstellen sollte. Dazu sagte Lanzinger: »Erstens handelt es sich um einen Privatweg und zweitens sollte man die Augen aufmachen beim Radfahren.« – »Und das Hirn gehört auch dazu«, ergänzte Franz Vordermayer. Martin Häusl winkte ebenfalls ab: »Du kannst nicht überall Schilder aufstellen.«

Vordermayer fragte nach Blühstreifen auf Gemeindegrund, denn man dürfe nicht dauernd über die Bauern reden und als Kommune seiner Vorbildfunktion nicht gerecht werden. »Also stehen lassen und beim Mähen bremsen«, regte er an, worauf Geschäftsleiter Melz beruhigte: »Die Unsern sind sowieso immer zu spät dran.« höf