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Blutspende und Typisierung auf einen Streich

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Eine Blutspende- und Typisierungsaktion führte der Lions-Club Traunstein für Schüler der Staatlichen Berufsschule I und der Beruflichen Oberschule durch. Schulleiter Willi Barke (BSI), Schulleiterin Barbara Spöttl (BOS) und Lions-Präsident Wolfgang Stark (von rechts) schauten Bernhard Behr (links, stehend) vom Team R München des Blutspendedienstes beim »Abzapfen« des Blutes zu.

Traunstein. Zum zweiten Mal führte der Lions Club Traunstein in der Staatlichen Berufsschule I unter der Schirmherrschaft von Landrat Hermann Steinmaßl die Aktion »2 x Leben retten« durch. Schüler der Berufsschule I und der Beruflichen Oberschule spendeten dabei Blut und ließen sich gleichzeitig für eine Knochenmarkspende typisieren.


Mit Ergebnis zufrieden

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Sowohl Robert Schneider vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes als auch Verena Spitzer von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es kamen nämlich 264 Blutspender, deren Blut für 188 Blutkonserven ausreichte. 145 Schüler waren Erstspender. Die Blutspender mussten alle volljährig sein.

Typisieren ließen sich 266 Schüler. Deren Durchschnitts-alter lag bei 21 Jahren. Knapp 68 Prozent der Typisierten waren männlich. Spitzer berichtete, dass es weltweit 21 Millionen, in Bayern 256 000 Spender gebe. Alle seien weltweit vernetzt. Ihre Stiftung freue sich über jeden jungen Spender, da es bei ihnen am wenigsten gesundheitliche Komplikationen gebe und sie lange in der Spenderdatei bleiben könnten. Eine Blutstammzellenspende sei bis zum 60. Lebensjahr möglich.

Die Idee zu dieser Aktion hatte der Präsident des Traunsteiner Lions-Clubs, Wolfgang Stark, bereits vor zwei Jahren, als die Aktion zum ersten Mal durchgeführt wurde. »Ein großer Teil der Bevölkerung ist mindestens einmal im Leben auf das Blut anderer angewiesen«, betonte Stark. Blut könne nicht künstlich hergestellt werden, sondern müsse gespendet werden. Zur Typisierung erklärte er, dass es in Deutschland rund 10 000 Leukämiefälle gebe. 50 bis 70 Prozent dieser Patienten könne durch eine Blutstammzellentransplantation von einem gesunden Spender geholfen werden. »Unser Ziel als Lions-Club ist es daher mitzuhelfen, möglichst viele Spender zu finden.« Als Grund, warum der Lions-Club die Aktion zusammen mit der Berufsschule und der Beruflichen Oberschule mache, nannte Stark die Tatsache, dass aufgrund der demografischen Entwicklung möglichst junge Blutspender und Stammzellenspender gefragt seien, die noch lange zur Verfügung stünden.

Kosten von 40 Euro

Die Kosten für die Analyse im Typisierungslabor von 40 Euro je Schüler übernimmt der Lions-Club. Dabei wird er auch von der Bürgerstiftung Traunsteiner Land und vom Verein »Wir helfen« unterstützt.

Die Aktion »2 x helfen« war übrigens bereits erfolgreich. »Ein junger Mann mit dem Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker ist als Spender für eine leukämiekranke Person infrage gekommen«, berichtete der Lions-Präsident. Er habe tatsächlich Blutstammzellen gespendet und damit das Leben des Patienten gerettet. Dem Patienten gehe es inzwischen gesundheitlich gut. Bjr

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