weather-image
18°

Blumenschmuck ist Markenzeichen der Region

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Einen wunderschönen Blumenschmuck hat Familie Heigermoser aus Gerating am Haus. Der Standort – die Ostseite mit einem großen Vordach – ist perfekt für die Pflanzen. (Foto: Unterhauser)
Bildtext einblenden

Sie sind zurzeit eine wahre Pracht: An vielen Häusern in der Region schmücken Blumen die Fassaden. »Das zeichnet unseren Landkreis aus«, sagt Georg Unterhauser, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt, nicht ohne Stolz. »Das ist quasi ein Markenzeichen.« Der Experte hat für die Gartenfreunde auch einige Tipps und Tricks parat, wie der Blumenschmuck garantiert üppig wird und auch lange in den Herbst hinein hält.


Viel Aufwand, Mühe und Kosten

Anzeige

Unterhauser weiß, dass das Ganze mit viel Aufwand, Kosten und Mühen verbunden ist. »Man ist tagtäglich mit gießen und pflegen gefordert«, sagt er. »Es ist nicht ganz einfach, das so hinzubekommen.« Vor allem in diesem Jahr sei es sehr schwierig gewesen, betont Unterhauser. »Zuerst war es zu nass, dann zu heiß«, sagt er. »Aber es gibt viele Gartenfreunde, die das im Griff haben«, lobt er.

Ein wichtiger Punkt sei das tägliche Gießen, hebt Georg Unterhauser hervor. »Oft muss man das sogar zweimal am Tag machen«, sagt der Fachmann. Er weist darauf hin, dass es aber durchaus auch Hilfsmitteln gibt. Man könne die Blumen etwa in sogenannte Wasserkästen pflanzen. »Die Pflanzen holen sich dann selber ihr Wasser«, sagt Unterhauser. Es gibt auch sogenannte Feuchtefühler – mittels eines Computers wird dabei die Wasserzufuhr geregelt. »Das ist dann was für Bastler«, sagt er.

Auch für die Wahl der Blumen hat er eine Empfehlung: Gepflanzt werden überwiegend Geranien und Petunien. »Das sind die Klassiker«, betont Unterhauser. Geranien etwa mögen es laut dem Fachmann warm und sonnig, sie kommen aber auch mal mit Trockenheit zurecht. »Sie sind relativ pflegeleicht«, sagt Unterhauser. Petunien sind unheimlich reich blühend. »Sie stellen aber mehr Anspruch auf Pflege«, so Unterhauser. »Sie brauchen etwa einen sauren Boden, um üppig zu gedeihen.« Sollten die Petunien gelbe Blätter bekommen, sei das ein Zeichen dafür, dass zu viel Kalk im Boden ist. »Dann muss man zusätzlich mit Eisendünger düngen.«

Bei täglicher Pflege: Blühende Pracht bis Ende Oktober

Wer seine Blumen täglich bis in den September hinein pflegt, der hat bis Oktober eine blühende Pracht vor seinem Haus, verspricht Unterhauser. »Erst um Allerheiligen wird dann wieder abgeräumt.«

Wer nächstes Jahr seinen Balkon bepflanzen möchte, der sollte sich übrigens schon vor den Eisheiligen im Mai die Blumen kaufen. Dabei sollte man vor allem auf gute Qualität bei den Pflanzen, aber auch bei der Erde achten. Einige überwintern die Pflanzen auch. »Das ist aber eine mühsame Arbeit« weiß Unterhauser.

Die Tipps unserer Serie »Gartenleben« sind auch unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben auf unserer Homepage abrufbar. SB

Blattl Sonntag Traunstein