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Blitz schlug in Ottinger Maibaum ein

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Der Ottinger Maibaum wurde durch den Blitzeinschlag so stark beschädigt, dass er umgelegt werden musste. (Foto: FDL/Lamminger)

Waging am See – Ein Blitz schlug am Samstag mit voller Wucht in den Ottinger Maibaum ein. Er wurde so stark beschädigt, dass er aus Sicherheitsgründen umgelegt werden musste. Am heutigen Montag soll der Maibaum abtransportiert werden.


Gäste vom Ottinger Oberwirt hörten am Samstag einen lauten Knall und sahen ein grelles Licht. Pflastersteine und bis zu zwei Meter lange Holzteile flogen im Umkreis von 50 Meter umher. Auch ein vorbeifahrendes Auto wurde getroffen und beschädigt. Die Insassen kamen zum Glück mit dem Schrecken davon und wurden nicht verletzt. An dem Auto eines 27-jährigen Wagingers entstand ein Schaden in Höhe von 5000 Euro. Als die Feuerwehr eintraf, musste sie feststellen, dass der Maibaum so stark beschädigt ist, dass er aus Sicherheitsgründen nicht stehen bleiben konnte. Mit einem Kranwagen eines örtlichen Transportunternehmens wurde er langsam umgelegt. Im Anschluss wurden die Tafeln abmontiert.

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Franz Wimmer, Chef der Böllerschützen, die für den Maibaum zuständig sind, war auch am Tag danach noch ganz überrascht von der Wucht des Blitzschlags: »Der Maibaum ist auseinandergespritzt, die Spreißel sind über 50 Meter weit verstreut herumgelegen.« Und was ihn noch mehr geschockt hat: Der Blitz ist so weit ins Erdreich hineingedrungen, dass es die Granitsteine »wie nix herausgedroschen hat«.

Wimmer, der nur wenige Hundert Meter vom Maibaum entfernt wohnt, hat dem kurzen, heftigen Gewitter von daheim aus zugesehen. Als seinem Empfinden nach eigentlich schon alles vorbei war, die letzten »sauberen« Donnerschläge verklangen, da ging plötzlich die Sirene – und schon verbreitete sich die Nachricht, dass der Maibaum getroffen und der Gipfel abgerissen war. Die Ottinger Feuerwehrler und auch einige Böllerschützen waren rasch an Ort und Stelle, sahen die Verwüstung und sorgten so schnell wie möglich dafür, dass der Baum – mit Hilfe eines ortsansässigen Fuhrunternehmers – umgelegt und die im Umfeld verstreuten Reste eingesammelt wurden. Nun liegt der Maibaum, erst vor zwei Jahren aufgestellt, am Boden und wird am heutigen Montagabend entsorgt.

Bedauerlicherweise wurden auch die geschnitzten Figuren in Mitleidenschaft gezogen. Aber das ist, so Wimmer, nur halb so schlimm; denn der Austausch der alten, in die Jahre gekommenen Figuren, ist schon in vollem Gange. Die geschnitzten neuen Rohlinge sind schon fertig. Nun müssen sich die Helfer halt ein bisschen beeilen: Denn statt, wie geplant, 2018, wird der neue Maibaum schon kommenden Mai aufgestellt. »Es braucht keiner Angst zu haben«, versichert Wimmer, »dass Otting in Zukunft keinen Maibaum mehr haben wird.« So dürfen die Ottinger nun schon im neuen Jahr ein Maibaumaufstellen feiern – selten ein Schaden, an dem nicht auch ein Nutzen dabei ist, wie der Volksmund weiß. he/fb