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»Blauer Anger«: Gemeinde will Haus verkaufen

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Bergen. Die Gemeinde Bergen will das Haus verkaufen, in dem aktuell das Heimatmuseum »Blauer Anger« untergebracht ist. Der neue Besitzer hat vor, das Gebäude zu sanieren und es anschließend touristisch zu nutzen. Darüber informierte Zweiter Bürgermeister Stefan Schneider bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.


Ein Teil der Exponate des Museums soll künftig im ersten Stock in der örtlichen Tourist-Information untergebracht und ausgestellt werden, die schriftlichen, geschichtlichen Unterlagen sollen in den Archivraum der Gemeinde kommen. Das Gremium war sich einig, dass noch mehr Räume zur Unterbringung weiterer Exponate, die überwiegend Leihgaben von Privatpersonen sind, benötigt werden.

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Ortsheimatpfleger Sigmund Gehmacher bezeichnete den neuen Museumsstandort in der Tourist-Information als »ideal«. Die Einrichtung sei ganzjährig geöffnet und dort herrsche reger Publikumsverkehr. Der Ortsheimatpfleger merkte an, dass man lange nach alternativen Standorten zur Unterbringung der Exponate gesucht habe, das Museum »Maxhütte«, das »Schlackenhaus«, der »Schusterhof« und die Mittelstation der Hochfellnbahn schieden nach und nach aus.

Arbeitsgruppe soll gegründet werden

Der Gemeinderat entschied, dass eine Arbeitsgruppe gegründet werden soll. Diese soll sich unter anderem mit der Frage beschäftigen, wie der neue Museumsbereich in der Tourist-Information gestaltet sein soll und überlegen, wo die übrigen Exponate gelagert werden können. Das Gremium beauftragte den Zweiten Bürgermeister Schneider, den Verkauf des Hauses »Blauer Anger« in absehbarer Zeit abzuwickeln.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Beratung über eine zeitweise Sperrung der Ski- und Skibobhauptabfahrt am Hochfelln für Pistengeher in der Wintersaison 2014/15. Das Gremium sprach sich – anders als in den vergangenen drei Jahren – mehrheitlich gegen eine Sperrung für Pistengeher während des Skibetriebs aus.

Schneider wie auch die Mehrzahl der Räte meinten, man solle dem Miteinander von Skifahrern und Pistengehern die Chance auf gegenseitige Rücksichtnahme geben. Während Lawinensprengungen, beim Arbeitseinsatz von Raupenfahrzeugen und auch bei Seilwindenvorgängen bleibt die Sperrung für Skifahrer wie auch für Pistengeher aber nach wie vor bestehen.

Positiv beschieden wurde der Antrag des Heimat- und Tourismusvereins Bergen auf künftige Bezuschussung der Postagentur, die sich in der Tourist-Information Bergen befindet. Ab Januar 2015 wird der Verein, der Betreiber der Poststelle ist, ein Jahr lang einen monatlichen Zuschuss von 200 Euro erhalten.

Kosten für den Postbetrieb sind knapp kalkuliert

Herbert Berger, Zweiter Vorsitzender des Heimat- und Tourismusvereins, erläuterte die Gründe des Antrages. Er sagte, die Kosten für den Postbetrieb seien äußert knapp kalkuliert. Zudem änderte die Deutsche Post ständig ihre Tarife. Berger kündigte zum 1. Januar 2015 auf Betreiben der Deutschen Post wieder einen neuen Vertrag an. OH