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Blasmusiknacht und Handwerksausstellung

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Wie früher Holzschindeln von Hand gefertigt wurden, zeigten Handwerker bei der Ausstellung, die die Weildorfer im Rahmen der Blasmusiknacht organisiert hatten. (Foto: Dumberger)

Teisendorf – Ein ganz besonderes, musikalisches Schmankerl erwartete die zahlreichen Besucher der Weildorfer Blasmusiknacht mit vier Musikkapellen im Festzelt am Weildorfer Sportplatz. Zu Beginn spielte die Musikkapelle Marktschellenberg unter anderem den Marsch Anno Neun, die Polka Goldener Oktober und die Gartenpolka.


Auch die Musikkapelle Thundorf-Straß ist den Weildorfern schon seit langem freundschaftlich verbunden. Die Nachbarn aus Ainring boten den Zuhörern den Konzertmarsch Abel Tasman dar. Mit einem abwechslungsreichen Programm sorgten sie für gute Stimmung. Die Laubener Schnellpolka holte die Kollegen aus Krispl auf die Bierzeltbänke. Diese spielten dann im Anschluss, nachdem sich die Musikanten aus Thundorf-Straß mit dem Kaiserin-Sissi-Marsch verabschiedet hatten.

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Die Trachtenmusikkapelle Krispl-Gaißau spielte dann schwungvolle Melodien, humorvoll kommentiert von Obmann Martin Wallmann. Die Kapelle aus Österreich ließ die Zuhörer unter anderem den Florentiner-Marsch und den Maxglaner-Zigeunermarsch hören. Beim Rainer-Marsch holte Wallmann den Weildorfer Pfarrer Horst Kreß zum Dirigieren auf die Bühne.

Zur Unterhaltung trug auch die Jugendgruppe des Trachtenvereins Tiefenthaler Weildorf bei. Mit zünftigen Plattlern und schneidigen Tänzen erfreuten sie die Gäste.

Bevor die Weildorfer Musikkapelle begann, erfolgte die Siegerehrung des Wiegesägewettbewerbs, den Christian und Markus Dumberger gewannen. Sie brauchten zum Durchsägen des Stamms nur 18,37 Sekunden. Der Vorstand der Weildorfer Kapelle, Andreas Koch, würdigte alle, die zum Gelingen der Blasmusiknacht beigetragen hatten, auch die Darsteller der Historischen Handwerksberufe. Die Weildorfer Musikkapelle spielte unter anderem das Medley »Italo Pop Classics« und den Konzertmarsch »Primus inter pares«.

Höhepunkt war das abschließende Gemeinschaftsspiel. Die weit über hundert Musikanten fanden gar nicht alle auf der Bühne Platz, um gemeinsam vier Musikstücke unter der Leitung jeweils eines anderen Kapellmeisters zu spielen. Zu hören waren der Bozner Bergsteigermarsch, »Böhmischer Traum«, der Rainer-Marsch und »Mein Heimatland«.

Schon vor dem Konzert konnten die Besucher alte Handwerksberufe im Rahmen einer Ausstellung kennenlernen. Eine pedalbetriebene Drexelbank war dabei ebenso zu bewundern wie eine Hoanzlbank (Schnitzbank), an der gezeigt wurde, wie in Handarbeit Holzschindeln gefertigt wurden. Weiter waren vertreten ein Bäcker, ein Schneider und ein Schreiner. Alte Motorräder gab es in der Mechanikerwerkstatt zu sehen. In der Spenglerei wurden Dachrinnen gebogen und Regenrinnen aus Holz gefertigt. In der Feldschmiede wurde das heiße Eisen bearbeitet, Zimmerer hantierten mit Äxten. Die Maurer bauten einen Rundbogen aus Ziegelsteinen.

Ein alter Dreschwagen wurde in Betrieb genommen, Oldtimertraktoren zogen Jung und Alt in ihren Bann, es gab Feldspritzen und einen der ersten selbstfahrenden Mähdrescher zu besichtigen. sd